Gesundheit

Unsere Ziele als Verein

Wir fördern die Vernetzung der Gesundheitsdienstleister und der Strukturen im Gesundheitswesen der beteiligten Länder und Regionen. Wir unterstützen die Realisierung von Projekten im Bereich der Gesundheitsversorgung, die zum Wohle der Bürger am Oberrhein sind. Langfristig engagieren wir uns für die Entwicklung einer Vision Gesundheitsraum Oberrhein. Die Coronapandemie hat deutlich gezeigt, wie wichtig die Kooperation und Solidarität am Oberrhein ist. Es gilt, die Potentiale zukünftig grenzüberschreitend zu nutzen. 

Unsere Aktivitäten als Verein

  • Wir leisten inhaltliche Beiträge für die Idee eines Gesundheitsraums Oberrhein sowie zu Massnahmen für die Pandemie-Vorsorge.
  • Die Regio Basiliensis richtet sich mit Forderungen und Handlungsempfehlungen an die Politik in Südbaden, dem Elsass und der Nordwestschweiz sowie die Aussenministerien Deutschlands, Frankreichs und der Schweiz, um das Leben und Arbeiten in der trinationalen Grenzregion in Pandemiezeiten besser koordinieren zu können.
  • Das Regioinform der Regio Basiliensis von 2021 mit dem Titel «Im Fokus: Gesundheitskooperation am Oberrhein» widmet sich der Gesundheitskooperation am Oberrhein. 
  • Wir waren an der Organisation der Europäischen Gesundheitskongresse in den Jahren 2005, 2008 und 2009 beteiligt.

Unsere Aktivitäten als Koordinationsstelle

Die Interkantonale Koordinationsstelle bei der Regio Basiliensis (IKRB) nimmt im Auftrag der Nordwestschweizer Kantone Einsitz zu diesen Themen in den Arbeitsgremien der Oberrheinkooperation (Oberrheinkonferenz, Interreg, Neue Regionalpolitik (NRP), Trinationaler Eurodistrict Basel und INFOBEST PALMRAIN) und koordiniert jeweils die Interessen der Schweizer Delegation.

  • Die Arbeitsgruppe Gesundheitspolitik der Oberrheinkonferenz (ORK) fördert die Zusammenarbeit im öffentlichen Gesundheitswesen. Wir unterstützen die Koordination auf Schweizer Seite. 
  • Wir begleiten als Koordinationsstelle für die Fördermittel der Neuen Regionalpolitik (NRP) die Umsetzung der Gesundheitsplattform am Oberrhein TRISAN.
  • Wir unterstützen grenzüberschreitende Projektideen zum Thema Gesundheit im Hinblick auf eine Förderung durch Interreg und die Neue Regionalpolitik des Bundes (NRP). 

Arbeit und Wohnen ohne Grenzen bedeutet Gesundheit ohne Grenzen. Eine grössere Durchlässigkeit der Grenzen im Gesundheitswesen schafft nicht nur einen verschärften Wettbewerb zwischen den Leistungsanbietern, sondern eröffnet zugleich die Chance einer besseren Arbeitsteilung von Leistungsanbietern ungeachtet der politischen Grenzen.

Wegweisend ist in dieser Hinsicht die EU-Richtlinie zur grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung vom März 2011. Die EU-Länder mussten ihre Gesetze zur Umsetzung der Richtlinie bis zum 25. Oktober 2013 verabschieden. 

Kooperation und Austausch

Arbeitsgruppe Gesundheitspolitik der ORK

Die Arbeitsgruppe Gesundheitspolitik der Oberrheinkonferenz (ORK) strebt seit 1996 an, die Zusammenarbeit im öffentlichen Gesundheitswesen zu fördern und zur Lösung von Problemen der Bevölkerung im Rahmen von konkreten Projekten beizutragen. 

Expertenausschuss EPIRHIN der ORK

Der Expertenausschuss der Arbeitsgruppe Gesundheitspolitik der Oberrheinkonferenz (ORK) ist für die regelmässige Aktualisierung der Adressen der Kontaktpersonen (z.B. Amtsärzte) im Meldesystem für übertragbare Krankheiten verantwortlich.

Expertenausschuss Prävention und Gesundheitsförderung der ORK

Die Arbeitsgruppe Gesundheitspolitik der Oberrheinkonferenz (ORK) hat im März 2019 im Rahmen einer Fachtagung in Basel die Thematik «Gesundes Altern am Oberrhein» aufgegriffen. Im Rahmen eines Expertenausschusses wird diese Thematik nun weiter vertieft. 

TRISAN

TRISAN ist ein trinationales Kompetenzzentrum für grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich mit Sitz in Kehl (D). Es hat zum Ziel, die Gesundheitskooperation am Oberrhein zu unterstützen. TRISAN wurde im Juli 2016 als Interreg-Projekt gegründet. Projektinitiatorin war die Arbeitsgruppe Gesundheitspolitik der Oberrheinkonferenz (ORK). Nach dem Ende des Projekts im Jahr 2019 wurde ein Folgeprojekt mit dem Namen Trinationaler Handlungsrahmen für eine grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung am Oberrhein in die Wege geleitet.

GRUEZ - Grenzüberschreitende Zusammenarbeit Deutschland – Schweiz im Bereich Spitalversorgung

In der Region Basel wurde nach einer Pilotphase das ursprüngliche Projekt in eine unbefristete Lösung überführt, welches nach Absprache mit der Krankenversicherung die grenzüberschreitende Inanspruchnahme von stationären Behandlungen zwischen Versicherten der Kantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt und dem Landkreis Lörrach ermöglicht. Das Pilotprojekt führte eine Gesetzesänderung im Krankenversicherungsgesetz KVG der Schweiz herbei: In Grenznähe ist eine Behandlung im Ausland möglich, wenn Krankenkassen und Kantone damit einverstanden sind und entsprechende Behandlungsoptionen festlegen.

Die wichtigsten Projekte

Projekt TIGER

Mit seiner langjährigen Erfahrung und Fachkompetenz unterstützt das Schweizerische Tropen- und Public Health-Institut Basel (TPH) gemeinsam mit Projektpartnern aus Deutschland und Frankreich im Projekt TIGER ((Trinational Initiative Group of Entomology in Upper Rhine valley) die Behörden im Management von invasiven Stechmücken. Verschiedene koordinierte Massnahmen sollen dabei helfen, das Risiko einer Ansiedlung, beziehungsweise einer weiteren Verbreitung, einzudämmen. Die Asiatische Tigermücke als lästige und unter Umständen auch krankheitsübertragende Stechmücke steht dabei im Fokus. Das Projekt wurde von 2018 bis 2020 von Interreg Oberrhein gefördert und auch nach Projektende arbeitet das Konsortium weiterhin zusammen. 

Interreg-Projekt Trinationaler Handlungsrahmen für die grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung am Oberrhein

Durch den Aufbau und den Betrieb des Vorgängerprojekts TRISAN, dem trinationalen Kompetenzzentrum für Gesundheitskooperation am Oberrhein, wurden zahlreiche Potenziale und zukunftsorientierte Projekte in der grenzüberschreitenden Gesundheitskooperation aufgezeigt. Dieses operative Instrument soll in einem neuen Interreg-Projekt verstetigt und besser territorial verankert werden. Die Basis dazu bilden solide Kenntnisse der Gesundheitspolitiken und -strategien aller Teilregionen des Oberrheins.

team

Dr. Manuel Friesecke
manuel.friesecke@regbas.ch