Raum

Unsere Ziele als Verein

Wir engagieren uns für ein grenzüberschreitendes lebenswertes Umfeld durch eine ausgewogene Entwicklung des Siedlungs- und Naturraums sowie für die Verstärkung der Zusammenarbeit in funktionalen Räumen. Im Vordergrund stehen hier Raumplanung, Mobilität, Boden und der Naturraum. 

Unsere Aktivitäten als Verein

Unsere Aktivitäten als Koordinationsstelle

Die Interkantonale Koordinationsstelle bei der Regio Basiliensis (IKRB) nimmt im Auftrag der Nordwestschweizer Kantone Einsitz zu diesen Themen in den Arbeitsgremien der Oberrheinkooperation (Oberrheinkonferenz, Metropolregion Oberrhein, Interreg, Neue Regionalpolitik, Trinationaler Eurodistrict Basel und INFOBEST PALMRAIN) und koordiniert jeweils die Interessen der Schweizer Delegation.

  • Wir begleiten die Arbeitsgruppe Raumordnung der Oberrheinkonferenz in ihren Tätigkeiten. 
  • Wir unterstützen grenzüberschreitende Projektideen in den Bereichen Raumordnung und Stadtentwicklung im Hinblick auf eine Förderung durch Interreg und die Neue Regionalpolitik des Bundes (NRP). 

Die Themen Raumentwicklung und Umwelt gehören zu den zentralen Themen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im gemeinsamen Natur- und Lebensraum Oberrhein. Sie werden die Zukunft der nachfolgenden Generationen mitprägen.

Mit einer Bevölkerung von mehr als 6 Millionen Einwohnern, einer Fläche von über 21'000 km2 und einer ausgeprägten polyzentrischen Regionalstruktur ist eine abgestimmte Raumentwicklung für die Entwicklung der oberrheinischen Region von besonderer Bedeutung. Diese verfolgt eine Politik des territorialen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts und der internationalen Wettbewerbsfähigkeit, die auf einer nachhaltigen Entwicklung basiert. 

Kooperation und Austausch

Arbeitsgruppe Raumordnung der ORK

Die Fachleute der räumlichen Planung haben sich in der Arbeitsgruppe Raumordnung der Oberrheinkonferenz zusammengeschlossen. Die unterschiedlichen Planungsphilosophien und -instrumente der jeweiligen Länder und Regionen werden hier besprochen und abgestimmt. Eine entscheidende Etappe auf diesem Weg stellte die Unterzeichnung der "Raumordnungscharta Oberrhein 21" im Jahr 1999 dar, in welcher sich die Vertreter der Staaten und Gebietskörperschaften erstmals formell auf eine gemeinsame, grenzüberschreitende Raumordnungspolitik für das Oberrheingebiet verpflichteten.

Zudem lancierte die Arbeitsgruppe 2000 das "Geographische Informationssystem Oberrhein", welches eine digitale Geo-Datenbank als Grundlage für die gemeinsame Raumentwicklung darstellt. Es läuft heute unter dem Namen GeoRhena.

Auf Vorschlag der Arbeitsgruppe hat die Oberrheinkonferenz 2013 zudem eine Willenserklärung der Akteure der Raumplanung angenommen. Deren Inhalt zielt auf eine frühzeitige gegenseitige Information über Planungsvorhaben sowie raumordnerisch relevante Projekte und Massnahmen mit grenzüberschreitenden Auswirkungen. Die Broschüre "Kantons- bzw. Regionalplanung im Oberrheingebiet" gibt Auskunft über die aktuellsten Projekte und Massnahmen. 

Trinationaler Eurodistrict Basel

Auch auf lokaler Ebene, und insb. in der trinationalen Agglomeration Basel, pflegt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bereich der Raumentwicklung eine lange Tradition. Mit der "Entwicklungsstrategie 2020" verfügt der Trinationale Eurodistrict Basel (TEB) beispielweise über ein für die Entwicklung der trinationalen Agglomeration sehr wichtiges Arbeitsinstrument.

Die wichtigsten Projekte

Geodaten für das Gebiet des Oberrheins (GeoRhena)

GeoRhena ist eine digitale geographische Datenbank für den Oberrheinraum mit Karten und sozioökonomischen Daten. Dadurch soll eine gemeinsame raumordnerische Betrachtungsweise sowie die Durchführung bi- und trinationaler Projekte gefördert werden.

Internationale Bauausstellung Basel 2020

In der trinationalen Agglomeration Basel wachsen entlang des Rheinknies die geschichtsträchtigen Teile dreier europäischer Staaten faktisch zu einem metropolitanen Lebens- und Alltagsraum zusammen. Mit dem Projekt "IBA Basel 2020" leistet der TEB Pionierarbeit. Das renommierte Instrument für Stadt- und Landschaftsplanung aus Deutschland wird zum ersten Mal grenzüberschreitend angewandt. Dabei sollen modellhafte Lösungen für die künftige Entwicklung dieses trinationalen Wirtschafts- und Lebensraumes erarbeitet werden.

Die IBA Basel demonstriert mit insgesamt 32 ausgewählten Projekten mustergültig, welche Kräfte die grenzübergreifende Kooperation in der Entwicklung von Stadt und Land freisetzen kann – für rund 1 Million Menschen in einem Zeitraum von 10 Jahren. Mit der IBA 2020 wird die Agglomeration Basel mit ihren Landschaftsräumen, Dörfern und Städten unterschiedlichster Charaktere zu einer europäischen Metropole transformiert. 

Interreg-Projekt MARGE

Um in benachteiligten Quartieren auf Fragen der sozialen Durchlässigkeit, der Integration und Chancengleichheit zu antworten, werden in allen drei Ländern der Oberrheinregion soziale Stadtentwicklungsprogramme aufgelegt und -massnahmen umgesetzt. Eine Abstimmung zwischen den drei Ländern wurde aber bis anhin noch nicht vorgenommen. Das Projekt entwickelt die integrierte Stadtteilentwicklung ausgewählter Gemeinden in Deutschland, Frankreich und der Schweiz unter Einbezug der Verwaltungen und der Wissenschaft weiter.

team

Andreas Doppler
Regio Basiliensis
andreas.doppler@regbas.ch