IKRB

Die Interkantonale Koordinationsstelle bei der Regio Basiliensis (IKRB) erbringt im Auftrag der Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Aargau, Solothurn und Jura Leistungen zugunsten der Kantone als gemeinsame Aussenstelle für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit am Oberrhein. Grundlage ist ein Rahmenvertrag der Nordwestschweizer Kantone mit dem privaten Verein Regio Basiliensis​

Die Interkantonale Koordinationsstelle bei der Regio Basiliensis (IKRB) gewährleistet eine abgestimmte und wirksame Beteiligung der Nordwestschweizer Kantone an der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit am Oberrhein und auf europäischer Ebene im Auftrag der Kantone und des Bundes. Sie koordiniert entsprechende Förderprogramme. Dies im Hinblick auf folgende Kooperationsgefässe: Deutsch-französisch-schweizerische Oberrheinkonferenz, Trinationaler Eurodistrict Basel, Infobest Palmrain, Neue Regionalpolitik des Bundes und Interreg.

Strategisches Positionspapier 2014-2018 der Nordwestschweizer Regierungskonferenz (NWRK)

Das „Strategische Positionspapier 2014-2018 der Nordwestschweizer Regierungskonferenz (NWRK) für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit am Oberrhein" (vgl. www.nwrk.ch) stellt den massgebenden Rahmen für die Aktivitäten der IKRB dar. Mit dem gemeinsamen Leistungsauftrag an die Regio Basiliensis wird den Nordwestschweizer Kantonen eine kostengünstige Erbringung der Kooperationsdienstleistungen durch eine ausgewiesene Kooperationsspezialistin ermöglicht. Die Kantone profitieren von einem hohen Mass an Fachkompetenz und der guten Vernetzung der Regio Basiliensis. Diese ist aufgrund ihrer zweigliedrigen Struktur als privatrechtlicher Verein und als gemeinsame Aussenstelle der Nordwestschweizer Kantone sowohl für die offiziell-staatliche Kooperation wie auch in der zivilgesellschaftlich und wirtschaftlich ausgerichteten Netzwerkbildung tätig. Darin liegt auch ein wichtiger Unterschied zu den Strukturen auf deutscher und französischer Seite, wo diese beiden Bereiche getrennt sind. Im Gegensatz dazu vermag die Regio Basiliensis einen Grossteil der Kooperationsaktivitäten der Nordwestschweizer Partner zu fokussieren und zu integrieren.

IKRB gewährleistet Schweizer Beteiligung auf mehreren Ebenen

Die IKRB gewährleistet im Auftrag der Kantone die folgende Schweizer Beteiligung an den regionalstaatlichen Kooperationsgremien

a) Institutionelle Zusammenarbeit am Oberrhein:

b) Förderprogramme:

  • Interreg VA-Programm „Oberrhein“ www.interreg-oberrhein.eu
  • Neue Regionalpolitik des Bundes (NRP) - regionale Koordinationsstelle für die NRP für alle Vertragskantone betreffend Interreg 
  • Abwicklung und Koordination des Umsetzungsprogramms zur NRP 

c) Institutionelle Zusammenarbeit auf regionaler und europäischer Ebene:

  • Austausch und Kontakte zu europäischen regionalen Netzwerken

IKRB als Dienstleistungsplattform

Die IKRB ist zudem  Dienstleistungsplattform, indem sie im Hinblick auf eine Verbreitung der Kenntnisse über Ziele, Instanzen, Partner und Resultate der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit der Vertragskantone informiert und entsprechende Angaben vermittelt.

Engagement aller fünf Nordwestschweizer Kantone

Während dem über lange Zeit die grenzüberschreitende Oberrhein-Kooperation auf staatlicher Seite ausschliesslich durch die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft bestritten wurde, engagieren sich seit einigen Jahren ebenfalls die Kantone Aargau, Solothurn und Jura in den grenzüberschreitenden Gremien und Strukturen. Seit 2003 sind alle fünf Kantone der Nordwestschweiz gemeinsam Träger der IKRB. Die Kantone Aargau, Jura und Solothurn sind zudem seit 1993 bzw. 1994 am Interreg-Programm "Oberrhein" beteiligt. Auch das "Karlsruher Abkommen" über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit haben die fünf Nordwestschweizer Kantone zusammen mit dem Bund ausgehandelt und im Januar 1996 unterzeichnet.