Trinationaler Eurodistrict Basel

Mit der Gründung des Trinationalen Eurodistrikts Basel (TEB) am 26. Januar 2007 wird ein weiterer wichtiger Meilenstein in der regional-grenzüberschreitenden Zusammenarbeit am südlichen Oberrhein gesetzt. Die bisherigen parallelen Strukturen in der trinationalen Agglomeration - TAB-Verein, Nachbarschaftskonferenz und INFOBEST Palmrain - werden neu unter einem gemeinsamen Dach zusammengeführt.

Die Agglomeration Basel mit seinen über 900'000 Einwohnern, verteilt auf drei Länder und in der Schweiz auf vier Kantone, erhält dadurch erstmals eine umfassende politische Struktur und somit ein eigenes "Gesicht". Damit wird die bereits 1993 vom Gründer und langjährigen Geschäftsführer der Regio Basiliensis, Dr. Hans Briner, geforderte "Agglomerationskonferenz" Wirklichkeit. Mit dem TEB wurde zudem erstmals eine trinationale Struktur geschaffen, welche exekutive (Mitgliederversammlung und Vorstand) und legislative Elemente (Districtsrat) in sich vereint. 

TEB Faktenblatt

Was ist ein Eurodistrikt?

Die Idee der Eurodistrikte geht zurück auf eine Gemeinsame Erklärung vom damaligen Präsidenten Jacques Chirac und dem damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder anlässlich des 40. Jahrestages des Elysée-Vertrags am 22. Januar 2003. 

Ziel des Eurodistrikts ist es insbesondere, verbindlichere Formen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene zu verwirklichen. Auch wenn die Statuten eine Übertragung staatlicher Kompetenzen an die gemeinsame Struktur vorerst nicht vorsehen, stellt der Eurodistrikt eine Chance für stärker integrierte Entscheidungs- und Umsetzungsprozesse und mehr Bürgernähe in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit dar. 

Am Oberrhein wurden bisher neben dem Trinationalen Eurodistrikt Basel die drei folgenden deutsch-französischen Eurodistrikte gegründet: 

Ziele des Trinationalen Eurodistrikts Basel und Themenfelder

Als Leitlinie dient eine Gesamtentwicklungsstrategie 2020, die im Jahr 2009  verabschiedet wurde. Diese sieht als allgemeines Oberziel die Stärkung der trinationalen Agglomeration Basel und ihrer urbanen Zentren als attraktiven grenzüberschreitenden Wirtschafts- und Lebensraum mit hoher Umweltqualität vor (vgl. auch Agglomerationsprogramm Basel). 

Im Rahmen des TEB wurden und werden bisher verschiedene Projekte realisiert:

Aufgaben der Regio Basiliensis

Die Regio Basiliensis nimmt in ihrer Funktion als Interkantonale Koordinationsstelle (IKRB) im Auftrag der Nordwestschweizer Kantone die Koordinationsaufgaben auf Schweizer Seite wahr und wirkt in der Fachlichen Koordinationsgruppe, welche die Entscheide des Vorstands vorbereitet, mit. Die IKRB koordiniert die Schweizer Delegation und gewährleistet den Informationsfluss zu anderen grenzüberschreitenden Gremien am Oberrhein.

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