Carte Blanche

19.07.2017

Welche Perspektiven bietet grenzüberschreitende Innovation am Oberrhein?

Zusammenarbeit ist einer der Schlüsselfaktoren für den Erfolg.
Eric Bonnin, Direktor für Industrie und nachhaltige Entwicklung​, Chambre de Commerce et d‘Industrie Alsace Eurométropole

Zusammenarbeit ist einer der Schlüsselfaktoren, um erfolgreich zu sein, sei es im eigenen Land oder jenseits der Landesgrenzen. In diesem Sinne wurde im südlichen Elsass „Campus Industrie 4.0“ gegründet. Die Initiative hat die Aufgabe, alle Akteure der Region mit Blick auf die Industrie der Zukunft, die Informationstechnik, neue Werkstoffe und das Thema Mobilität miteinander in Kontakt zu bringen.

Die wirtschaftlichen Akteure des südlichen Elsass arbeiten seit dem Jahr 2012 intensiv auf vier strategisch wichtigen Tätigkeitsfeldern: Industrie der Zukunft, Informationstechnik, neue Werkstoffe sowie Mobilität. Ihr Ziel ist es, die Leistung der 6000 Industriebetriebe zu steigern, Talente zu fördern, die Arbeitsplätze von morgen zu sichern, neue Projekte ins Leben zu rufen und die eigene Wirkung auch auf die internationale Ebene auszudehnen.

Seit dem Jahr 2016 besteht zudem eine Zusammenarbeit mit unseren Schweizer Partnern von BaselArea und dem Cluster Connect Dreiländereck aus Lörrach. Mit ihnen können wir ganz konkret über Erfahrungswerte und Erfolgsgeschichten, die von führenden Industriellen eines jeden Landes vorgestellt werden, sprechen. Die Unternehmen antworteten umgehend und in grosser Zahl; schliesslich nahmen annähernd 500 französische, deutsche und Schweizer Unternehmenschefs teil.

Nach vier Treffen, welche simultan in die französische und deutsche Sprache übertragen wurden, werden die Gespräche intensiver und Barrieren bauen sich ab. Dies deutet darauf hin, dass nahe gelegene Unternehmen damit beginnen, auf industriellem Feld zusammenzuarbeiten und Innovationen mit hohem Potenzial zu realisieren.

In diesem Sinne und um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu beschleunigen, hat sich darüber hinaus eine Gruppe gebildet, die in einem regelmässigen Austausch steht, der „Expertenausschuss Innovationsförderung“ der Oberrheinkonferenz. Er soll bestimmen, wo der Transfer von Technologie stattfindet, und diesen unterstützen. Sein Ziel ist es zudem, die trinationalen Gemeinschaftsprojekte im Bereich der Industrie zu beschleunigen.

Die bereits erzielten Synergien müssen verstärkt werden. Der Wirtschaftsverband Baden-Württemberg hat bereits seinen Willen zu einer Zusammenarbeit bekundet. Wir sind offen für jeden weiteren Vorschlag eines grenzüberschreitenden Partners, mit uns zusammenzuarbeiten.

Mit der Carte Blanche bieten wir Fachleuten eine Plattform, auf der sie Impulse zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit geben und ihre Visionen zur Entwicklung im Dreiland darlegen können. Im Jahr 2017 veröffentlichen wir Beiträge zum Thema "Welche Perspektiven bietet grenzüberschreitende Innovation am Oberrhein?"  

 

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