Carte Blanche

13.05.2015

Was braucht die Dreiland-Zusammenarbeit?

Die Zukunft der trinationalen Zusammenarbeit: Erfolg durch trinationale Identität. 
Dr. Frédéric Duvinage, Geschäftsführer des Trinationalen Eurodistricts Basel

Ein starker politischer Wille, kompetente Mitarbeiter in den jeweiligen Stellen und Ämtern der Gebietskörperschaften und das gegenseitige Vertrauen der Akteure in den drei Ländern prägen die Erfolgsgeschichte der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der trinationalen Agglomeration Basel.

Als vor etwa zwanzig Jahren Politiker in den drei Ländern beschlossen, gemeinsam konkrete Projekte umzusetzen, wie beispielsweise durch die Schaffung grenzüberschreitender Bus- oder Tramlinien, wurde eine Dynamik angestossen, von der die trinationale Agglomeration Basel heute noch profitiert. Jedoch muss man feststellen, dass die Legitimität und der Nutzen der trinationalen Zusammenarbeit auf wachsendes Desinteresse in der Bevölkerung stossen und immer stärker in Frage gestellt werden.

Um wieder das Interesse der Bürger für grenzüberschreitende Anliegen zu wecken, sind Projekte, die den Austausch und die Begegnung zwischen den Bürgern fördern, beispielsweise Projekte im Bereich öffentlicher Nahverkehr, notwendiger als jemals zuvor. Sie verbessern die Lebensqualität der Bevölkerung und tragen somit zur seiner Identifikation mit dem trinationalen Raum bei.

Diese trinationale Identität ist der Schlüssel, der auch in Zukunft das politische Engagement in den drei Ländern, die Bereitstellung geeigneter Mittel und die Aufrechterhaltung derjenigen Institutionen sichert, die Ideen bis zur Reife entwickeln können, um Projekte zu tragen, die den Zuspruch aller finden.

Mit der Carte Blanche bieten wir Fachleuten eine Plattform, auf der sie Impulse zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit geben und ihre Visionen zur Entwicklung im Dreiland darlegen können. Im Jahr 2015 veröffentlichen wir Beiträge zum Thema "Was braucht die Dreiland-Zusammenarbeit?".

 

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