Raum und Umwelt

Unsere Ziele als Verein

Wir engagieren uns für ein grenzüberschreitendes lebenswertes Umfeld durch eine ausgewogene Entwicklung des Siedlungs- und Naturraums sowie durch die Koordination der Energie-, Umwelt- und Klimaschutzpolitiken. 

Unsere Aktivitäten als Verein

Unsere Aktivitäten als Koordinationsstelle

Die Interkantonale Koordinationsstelle bei der Regio Basiliensis (IKRB) nimmt im Auftrag der Nordwestschweizer Kantone Einsitz zu diesen Themen in den Arbeitsgremien der Oberrheinkooperation (Oberrheinkonferenz, Metropolregion Oberrhein, Interreg, Neue Regionalpolitik, Trinationaler Eurodistrict Basel und INFOBEST PALMRAIN) und koordiniert jeweils die Interessen der Schweizer Delegation.

  • Wir unterstützen die Clusterbildung im Energiebereich im Rahmen von TRION mit Öffentlichkeitsarbeit und haben 2015 gemeinsam mit TRION-Climate den ersten trinationalen Energiekongress veranstaltet.
  • Wir engagieren uns als Kooperationspartnerin des TRION-Energiekongresses. 
  • Wir unterstützen grenzüberschreitende Projektideen in den Bereichen Umwelt und Energie im Hinblick auf eine Förderung durch Interreg und die Neue Regionalpolitik des Bundes (NRP). 

Die Themen Raumentwicklung und Umwelt gehören zu den zentralen Themen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im gemeinsamen Natur- und Lebensraum Oberrhein. Sie werden die Zukunft der nachfolgenden Generationen mitprägen.

 

Raum

Mit einer Bevölkerung von mehr als 6 Millionen Einwohnern, einer Fläche von über 21'000 km2 und einer ausgeprägten polyzentrischen Regionalstruktur ist eine abgestimmte Raumentwicklung für die Entwicklung der oberrheinischen Region von besonderer Bedeutung. Diese verfolgt eine Politik des territorialen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts und der internationalen Wettbewerbsfähigkeit, die auf einer nachhaltigen Entwicklung basiert. 

Kooperation und Austausch

Arbeitsgruppe Raumordnung der ORK

Die Fachleute der räumlichen Planung haben sich in der Arbeitsgruppe Raumordnung der Oberrheinkonferenz zusammengeschlossen. Die unterschiedlichen Planungsphilosophien und -instrumente der jeweiligen Länder und Regionen werden hier besprochen und abgestimmt. Eine entscheidende Etappe auf diesem Weg stellte die Unterzeichnung der "Raumordnungscharta Oberrhein 21" im Jahr 1999 dar, in welcher sich die Vertreter der Staaten und Gebietskörperschaften erstmals formell auf eine gemeinsame, grenzüberschreitende Raumordnungspolitik für das Oberrheingebiet verpflichteten.

Zudem lancierte die Arbeitsgruppe 2000 das "Geographische Informationssystem Oberrhein", welches eine digitale Geo-Datenbank als Grundlage für die gemeinsame Raumentwicklung darstellt. Es läuft heute unter dem Namen GeoRhena.

Auf Vorschlag der Arbeitsgruppe hat die Oberrheinkonferenz 2013 zudem eine Willenserklärung der Akteure der Raumplanung angenommen. Deren Inhalt zielt auf eine frühzeitige gegenseitige Information über Planungsvorhaben sowie raumordnerisch relevante Projekte und Massnahmen mit grenzüberschreitenden Auswirkungen. Die Broschüre "Kantons- bzw. Regionalplanung im Oberrheingebiet" gibt Auskunft über die aktuellsten Projekte und Massnahmen. 

Trinationaler Eurodistrict Basel

Auch auf lokaler Ebene, und insb. in der trinationalen Agglomeration Basel, pflegt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bereich der Raumentwicklung eine lange Tradition. Mit der "Entwicklungsstrategie 2020" verfügt der Trinationale Eurodistrict Basel (TEB) beispielweise über ein für die Entwicklung der trinationalen Agglomeration sehr wichtiges Arbeitsinstrument.

Die wichtigsten Projekte

Geodaten für das Gebiet des Oberrheins (GeoRhena)

GeoRhena ist eine digitale geographische Datenbank für den Oberrheinraum mit Karten und sozioökonomischen Daten. Dadurch soll eine gemeinsame raumordnerische Betrachtungsweise sowie die Durchführung bi- und trinationaler Projekte gefördert werden.

Internationale Bauausstellung Basel 2020

In der trinationalen Agglomeration Basel wachsen entlang des Rheinknies die geschichtsträchtigen Teile dreier europäischer Staaten faktisch zu einem metropolitanen Lebens- und Alltagsraum zusammen. Mit dem Projekt "IBA Basel 2020" leistet der TEB Pionierarbeit. Das renommierte Instrument für Stadt- und Landschaftsplanung aus Deutschland wird zum ersten Mal grenzüberschreitend angewandt. Dabei sollen modellhafte Lösungen für die künftige Entwicklung dieses trinationalen Wirtschafts- und Lebensraumes erarbeitet werden.

Die IBA Basel demonstriert mit rund 40 ausgewählten Projekten mustergültig, welche Kräfte die grenzübergreifende Kooperation in der Entwicklung von Stadt und Land freisetzen kann – für rund 1 Million Menschen in einem Zeitraum von 10 Jahren. Mit der IBA 2020 wird die Agglomeration Basel mit ihren Landschaftsräumen, Dörfern und Städten unterschiedlichster Charaktere zu einer europäischen Metropole transformiert. 

Interreg-Projekt MARGE

Um in benachteiligten Quartieren auf Fragen der sozialen Durchlässigkeit, der Integration und Chancengleichheit zu antworten, werden in allen drei Ländern der Oberrheinregion soziale Stadtentwicklungsprogramme aufgelegt und -massnahmen umgesetzt. Eine Abstimmung zwischen den drei Ländern wurde aber bis anhin noch nicht vorgenommen. Das Projekt entwickelt die integrierte Stadtteilentwicklung ausgewählter Gemeinden in Deutschland, Frankreich und der Schweiz unter Einbezug der Verwaltungen und der Wissenschaft weiter.

 

team

Andreas Doppler
Regio Basiliensis
andreas.doppler@regbas.ch

Umwelt

Wohl kaum ein Bereich lässt so plastisch wie der Umweltschutz erkennen, dass gemeinsames Denken und Handeln über die Landesgrenzen hinweg nicht nur nützlich, sondern geradezu notwendig ist. Dies gilt in besonderem Masse für den Oberrhein mit seiner hohen Bevölkerungsdichte und einer Verkehrsachse europäischer Dimension.

Kooperation und Austausch

Politische Gremien der Dreiländer Kooperation setzen sich seit vielen Jahren für den Klima- und Umweltschutz am Oberrhein ein. So etwa die seit 1975 bestehende Arbeitsgruppe Umwelt der Oberrheinkonferenz oder auch seit 2010 das trinationale Energie Netzwerk Metropolregion Oberrhein, TRION, das sich jüngst als Verein "TRION-climate" konstituiert hat. Damit wurde die Bedeutung des Klimaschutzthemas für die Region erneut manifestiert. 

Arbeitsgruppe Umwelt der ORK

Die Arbeitsgruppe Umwelt der Oberrheinkonferenz besteht bereits seit 1975. Seitdem beschäftigt sie sich mit den ständig neuen Herausforderungen für den Umweltschutz in unserem gemeinsamen Lebensraum und entwickelt zahlreiche Projekte. Sie erstellt Grundlagenberichte in den Bereichen Umwelt- und Naturschutz sowie Berichte über die Umweltbelastung. Zudem schlägt sie in ausgewählten Bereichen Konzepte und Massnahmen zur Verminderung der Umweltbelastung vor.

Trinationales Energienetzwerk TRION-climate e.V.

Am 13. März 2015 haben Vertreter der Gebietskörperschaften aus Frankreich, Deutschland und der Schweiz den neuen Verein "TRION-climate" gegründet. Damit erhält das bisherige Netzwerk gleichen Namens eine eigene Rechtspersönlichkeit. Ziel von TRION, dem trinationalen Energie Netzwerk Metropolregion Oberrhein, ist es seit 2010, die trinationale Region am Oberrhein als vorbildhafte Energieregion zu fördern. Die Regio Basiliensis ist Gründungsmitglied. 

Expertenausschuss Klima und Energie der ORK

Seit dem Jahr 2007 bereits wird der Klimaschutz am Oberrhein im Rahmen des Expertenausschusses Klima und Energie der Oberrheinkonferenz als eigenes Thema behandelt. Auf der Basis einer gemeinsamen Strategie wird der Klimaschutz am Oberrhein interdisziplinär und grenzüberschreitend angegangen. 

Die wichtigsten Projekte

Atmo-rhenA – Luftqualität am Oberrhein

Das Projekt bietet ein gemeinsames Internetangebot über die aktuelle Luftqualität, dargestellt in Form von Karten, Tabellen und Filmen. 

Geopotenziale des tieferen Untergrundes im Oberrheingraben

Grenzübergreifende Erarbeitung von Geologischen Grundlagendaten des tieferen Untergrundes zur Abschätzung von Geopotenzialen und Georisiken im Oberrheingraben. 

REGIO GRÜNGÜRTEL

Der REGIO GRÜNGÜRTEL ist eine benutzerfreundliche Webseite, die 100 aussergewöhnliche Naturorte in der Trinationalen Regio Basel beschreibt. Zu jedem Standort werden neben der Natur, die Anreise, der Zeitbedarf und die Verpflegungsmöglichkeiten beschrieben. Diese Website ist eine Dienstleistung der Regio Basiliensis und ihrer Partner für die Bevölkerung der Trinationalen Agglomeration Basel. 

Interreg-Projekt NaturErlebnis grenzenlos

Das Projekt zielt darauf ab, Lebensräume für bedrohte Tier- und Pflanzenarten innerhalb des Naherholungsraumes rund um die Metropolregion Basel zu schützen. Insbesondere in Räumen grosser Erholungsnutzung werden dafür gezielt Habitate angelegt. Gleichzeitig sind besucherleitende Massnahmen vorgesehen, um diese Habitate zu schützen. So soll der Mensch nicht aus der Natur ausgegrenzt werden, sondern die Natur für den Menschen erlebbar gemacht werden und der damit verbundene Wert für den ursprünglichen Naturraum am Oberrhein vermittelt werden. 

Interreg-Projekt Atmo-VISION

Das Projekt entwickelt neue geeignete Instrumente für Verwaltungen und andere Institutionen, um die Emissionen von Luftschadstoffen und Treibhausgasen zu verringern und die Luftqualität zu verbessern.

Interreg-Projekt Clim'ability

Unternehmen und Experten untersuchen klimatische, ökonomische und soziale Veränderungen, um dem Klimawandel in der Metropolregion Oberrhein zu begegnen. Eine neue innovative Dynamik und neue Anpassungstools sollen der ganzen Region einen komparativen Vorteil bringen. Das Projekt leistet einen Beitrag zur Verbesserung der regionalen Innovationsleistungsfähigkeit wie auch zur Ausschöpfung von Innovationspotenzialen der Unternehmen.

Interreg-Projekt Oberrheinischer Cluster für Nachhaltigkeitsforschung

Das Projekt stärkt die wissenschaftliche Exzellenz und die Interaktion zwischen Wissenschaft und Gesellschaft am Oberrhein zu Fragen von "governance of sustainable growth". Politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Akteure sollen von Nachhaltigkeitswissenschaftlern in ihrem Beitrag zur Entwicklung der Oberrheinregion unterstützt werden.

team?

Dr. Manuel Friesecke
Regio Basiliensis
manuel.friesecke@regbas.ch