Carte Blanche

10.05.2017

Welche Perspektiven bietet grenzüberschreitende Innovation am Oberrhein?

Hochschulen müssen neue Ausbildungsgänge für grenzüberschreitende Innovationen am Oberrhein entwickeln!

Dr. Hans Martin Tschudi, Konsulent bei Furer & Karrer, Rechtsanwälte Basel, ehem. Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt, Vorstandsmitglied der Regio Basiliensis, Lehrbeauftragter für Grenzüberschreitende Zusammenarbeit an der Universität St. Gallen (HSG) und der FHNW (IBM).

Die Wirtschaft der Zukunft wird auf absehbare Zeit eine "Innovations-Wirtschaft" sein. Wirtschaftlicher Erfolg wird in erster Linie davon abhängen, ob Unternehmen in der Lage sind, neue Ideen, Produkte oder Verfahren zu erschaffen und Innovationen zügig aufzunehmen. 

Am Oberrhein gibt es eine eindrückliche Tradition der Zusammenarbeit. Sie kommt in der jahrzehntelangen und zukunftsorientierten Kooperation der Regionen Nordwestschweiz, Elsass, Baden und Südpfalz zum Ausdruck. Die Zusammenarbeit zwischen Universitäten, Hochschulen, Wirtschaft und Verwaltung ist vielfältig, erfolgreich und beispielhaft. Im grenzüberschreitend konzipierten trinationalen Studiengang "International Business Management" (IBM) werden betriebswirtschaftliche Inhalte mit den Besonderheiten internationaler Geschäftstätigkeit, mit interkulturellem Management und Sprachenerwerb kombiniert. Die drei Partnerhochschulen am Oberrhein, die Duale Hochschule Baden-Württemberg Lörrach, die Université de Haute Alsace in Colmar und die Fachhochschule Nordwestschweiz nutzen damit für ihre Studierenden die einmalige Chance, welche die gemeinsame Grenze und die geografische Nähe in der Oberrheinregion bietet. 

Die meisten europäischen Länder stehen heute vor der gemeinsamen Herausforderung, künftigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern Kenntnisse und Fertigkeiten zu vermitteln, die sie in einer wissensbasierten Wirtschaft benötigen, welche auf Flexibilität und Anpassungsfähigkeit grossen Wert legt. Der erfolgreiche Studiengang International Business Management und die Tatsache, dass sich der Oberrhein noch mehr als Wissens- und Innovationsregion profilieren will, zeigen die Notwendigkeit auf, am Oberrhein trinationale Curricula und einen gemeinsamen Referenzrahmen für Innovation zu entwickeln. Damit kann die Innovationsfähigkeit als Schlüsselkompetenz in die Strategien und Infrastrukturen am Oberrhein integriert werden. Zudem sind die Möglichkeiten eines attraktiven trinationalen Studiengangs oder eines Weiterbildungsangebots zum Innovationsmanagement zu prüfen. Ein Gebot der Stunde!

Mit der Carte Blanche bieten wir Fachleuten eine Plattform, auf der sie Impulse zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit geben und ihre Visionen zur Entwicklung im Dreiland darlegen können. Im Jahr 2017 veröffentlichen wir Beiträge zum Thema "Welche Perspektiven bietet grenzüberschreitende Innovation am Oberrhein?"  

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