Carte Blanche

12.04.2016

Welche Impulse braucht der Wirtschafts- und Arbeitsmarkt am Oberrhein?

Erreichbar muss er sein - für Menschen und Waren
Martin Dätwyler, stv. Direktor Handelskammer beider Basel 

Im Leitbild der Handelskammer beider Basel steht geschrieben: „Unsere Ziele können wir nur im Zusammenspiel mit unseren Nachbarn erreichen und nur, wenn die Region Basel trotz ihrer Kleinheit gut erschlossen ist. Unsere Planung, insbesondere der Infrastruktur, darf deshalb nicht an den Grenzen haltmachen. Entweder wir schaffen Grenzen ab oder setzen sie gewinnbringend ein, indem wir die Vorteile einer grenzüberschreitenden verflochtenen Wirtschaft nutzen.“ Doch wie machen wir das? Ein konkretes Beispiel stellt der EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg dar.
 
Eine der ersten Pionierleistungen grenzüberschreitender Zusammenarbeit war und ist der EuroAirport. Auf der Basis eines Staatsvertrags zwischen Frankreich und der Schweiz entstand vor über 60 Jahren eine für die Region wichtige Plattform. Sie schafft nicht nur viele Arbeitsplätze, sondern verbindet uns mit den Wirtschaftszentren Europas. In den letzten Jahren geriet die Plattform etwas in Schieflage, denn die Rechtssicherheit bröckelte, insbesondere im Arbeits- und Steuerrecht. Gift für eine prosperierende Entwicklung.
 
In unzähligen Gesprächen zwischen Staaten, Regionen und Unternehmen erlebte der „Esprit binational“ eine Renaissance und der Wille grenzüberschreitender Zusammenarbeit wurde erneuert. Offene Persönlichkeiten vertraten die Positionen hart und fair, ohne das gemeinsame Ziel aus den Augen zu verlieren: Rechtssicherheit. Der erneuerte Staatsvertrag wird einige Lücken schliessen und damit starke Impulse für die Entwicklung des EuroAirport auslösen. Das Potenzial ist enorm, nutzen wir die Chance und bleiben in stetigem Austausch, denn die nächste rechtliche oder politische Hürde kommt mit Sicherheit. Darauf müssen wir vorbereitet sein.
 
Mit der Carte Blanche bieten wir Fachleuten eine Plattform, auf der sie Impulse zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit geben und ihre Visionen zur Entwicklung im Dreiland darlegen können. Im Jahr 2016 veröffentlichen wir Beiträge zum Thema "Welche Impulse braucht der Wirtschafts- und Arbeitsmarkt am Oberrhein?"

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