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15.03.2014

Künftige Forschungs- und Bildungszusammenarbeit zwischen der Schweiz und der EU

Die Schweiz wird im Studienjahr 2014/15 am Studentenaustauschprogramm «Erasmus+» nicht teilnehmen können. Das gab der Arbeitskommissar der EU, Làszló Andor bekannt. Dies im Rahmen einer Debatte über die Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU nach der Annahme der Einwanderungsinitiative.

Die Schweiz habe nach der Aussetzung der Verhandlungen mit Brüssel die Termine für die Verleihung der Stipendien verpasst, sagte Andor. Das bedeute, dass sie nicht mehr wie ein EU-Mitglied, sondern nur noch wie ein Drittstaat behandelt werde. Dasselbe gelte auch für das Forschungsprogramm «Horizon 2020».

Zumindest finanziell werden die Studenten kaum Nachteile in Kauf nehmen müssen, wenn sie einige Semester an einer Universität in einem EU-Land studieren wollen. Der Bundesbeschluss zur Finanzierung von Erasmus+ sieht vor, dass der Bundesrat die für das Austauschprogrammvorgesehenen Gelder verwenden kann, um den Schweizer Studenten den Austausch zu bezahlen. Allerdings wird der Zugang nicht mehr so selbstverständlich sein, wie er mit Erasmus+ wäre. Bisher wurden Schweizer Studenten wie Studierende aus einem EU-Land behandelt. Ab dem Studienjahr 2014/2015 müssen sie dieselben Prozeduren durchlaufen wie Studenten aus Drittstaaten. Laut Antonio Loprieno, Rektor der Universität Basel, könnte das eine Einschränkung bei der zur Auswahl stehenden Universitäten zur Folge haben.

Das Staatsekretariat für Bildung hofft, dass die Massnahme nicht in Stein gemeisselt ist und die Schweizer Studenten ab 2015 wieder am Programm teilnehmen können. Der Bundesrat will im Gespräch mit der EU eine Lösung erzielen. Anfang April werden sich Staatssekretär Yves Rossier und der für die Schweiz zuständige irischen EU-Diplomat David O’Sullivan treffen und einen bis dahin vorliegenden Lösungsvorschlag diskutieren.

Siehe bitte auch die Medienberichte in der Rubrik "Presse-Echo" auf dieser Website.

Information des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation SBFI:

Seit 25 Jahren gibt es am Oberrhein die erfolgreiche Hochschulkooperation EUCOR

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