Carte Blanche

15.07.2019

Die Digitalisierung am Oberrhein – Anwendungen, Potentiale, Risiken, Beispiele

«EuropeArt To Go»: Grösste digitale Informationsquelle für Architektur – Entdecken Sie das Dreiländereck 
Dr. Ferdinand Pajor, Vizedirektor der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK

Ein jüngeres Beispiel für die Zusammenarbeit im Dreiländereck ist ohne Frage die Smartphone-App «EuropeArt To Go». Diese kostenlose, für Android und Apple verfügbare App vereint erstmals für die Oberrheinregion Informationen zu sehenswerten Gebäuden in der nördlichen Schweiz, dem Elsass, Baden und der Pfalz. Eine vergleichbare App existiert nirgendwo.

Bislang sind in der App 170 Objekte beschrieben, 330 sollen es bis Dezember 2019 sein. Die App ist zweisprachig (Deutsch und Französisch). Bis Ende Jahr sollen alle Einträge auch auf Französisch vorliegen. Zudem ist eine Übersetzung der Inhalte auf Englisch geplant.

Entwickelt wurde die App von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK in Zusammenarbeit mit der Dehio-Vereinigung, der Universität Strassburg ARCHE, dem Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg und der Landesdenkmalpflege Rheinland-Pfalz, wobei die GSK das technische Know-How dank der Schwester-App «Swiss Art To Go» unentgeltlich zur Verfügung stellen konnte.

Das Besondere? Die grenzüberschreitend angelegte App kann verschieden genutzt werden. So dient sie zur Vorbereitung für einen Ausflug in die Region, wobei die Informationen und Bilder auch auf einer Karte angezeigt werden können. Gleichzeitig lässt sich die App vor Ort aufrufen, um Gebäude mittels GPS zu finden. Die Funktion «Radar» zeigt wichtige Bauwerke im Umkreis und bietet Rundgänge an, deren Themen und Zeitdauer frei wählbar sind. Und drittens ist die App auch ein Audioguide. 

«EuropeArt To Go» soll auch in Zukunft wachsen. Die Kapazität der App ist unbegrenzt. Nur die Finanzierung setzt Grenzen: Denn die von ausgewiesenen Kunsthistorikern erarbeiteten und vor Ort überprüften Texte, samt Bildmaterial, haben ihren Preis.

Mit der Carte Blanche bieten wir Fachleuten eine Plattform, auf der sie Impulse zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit geben und ihre Visionen zur Entwicklung im Dreiland darlegen können. Im Jahr 2019 veröffentlichen wir Beiträge zum Thema «Die Digitalisierung am Oberrhein – Anwendungen, Potentiale, Risiken, Beispiele».

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