Carte Blanche

13.02.2019

Die Digitalisierung am Oberrhein – Anwendungen, Potentiale, Risiken, Beispiele

Interreg-Projekt Upper Rhine 4.0 – Unternehmen und die Sprache der Digitalisierung am Oberrhein
Markus C. Krack, Leiter Technologietransfer FITT der Fachhochschule Nordwestschweiz und Projektpartner im Interreg-Projekt Upper Rhine 4.0

Der trinationale Wirtschaftsraum des südlichen Oberrheins und Industrie 4.0 – ein Thema das auch vor Grenzen nicht Halt macht. Wenn man jedoch die Terminologie betrachtet, werden auch bei diesem Thema in einem ersten Moment Grenzen sichtbar. In Frankreich spricht man von «Usine du futur», in der Schweiz von «Industrie 2015» und in Deutschland gemeinhin von «Industrie 4.0». Doch was ist das Thema, das sich wirklich hinter den drei genannten Begriffen versteckt? Hier kommt man relativ schnell auf einen gemeinsamen Nenner: es handelt sich um nichts anderes als um die Digitalisierung. Fachlich korrekt steht die Begrifflichkeit für ein Konzept, das auf der Grundlage der Digitalisierung und Vernetzung der Wertschöpfungsflüsse eine Transformation der Industrie ausgelöst hat. Die 4 deutet dabei die vierte industrielle Revolution an. 

Gemeinsame Sprache – die Voraussetzung für Industrie 4.0

Eigentlich widersprechen länderspezifische Terminologien und Definitionen dem Grundansatz der Digitalisierung von Produktions- und Logistikprozessen. Etwas provokativ ausgedrückt widerspricht die Digitalisierung sogar dem schweizerischen Föderalismus. Das Konzept der Digitalisierung sieht vor, dass Dinge mit Maschinen und Anlagen in einer gemeinsamen Welt direkt miteinander kommunizieren. Dass dies möglich ist, braucht es eine gemeinsame Sprache. Eine interessante Analogie, wenn man die Ziele des 2018 gestarteten Projektes Upper Rhine 4.0 betrachtet. Verschiedene Institutionen aus drei Nationen arbeiten den aktuellen Stand in Sachen Digitalisierung in der Industrie auf, suchen Beispiele in «Best Practice» und organisieren gemeinsame Veranstaltungen.

Drei Länder – eine Region – ein Ziel

Man versucht also in der Region südlicher Oberrhein ein gemeinsames Verständnis für die Sache «Digitalisierung» zu erarbeiten, zentral gelagertes Wissen allen zugänglich zu machen und gemeinsame Projekte für einen starken Wirtschaftsstandort zu lancieren. Ein ambitiöses Ziel, das aber mit Einsatz und Beharrlichkeit von allen beteiligten Instituten erreichbar sein sollte. Ein wichtiger Erfolgspfeiler hierbei ist die «gemeinsame Sprache».

Mit der Carte Blanche bieten wir Fachleuten eine Plattform, auf der sie Impulse zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit geben und ihre Visionen zur Entwicklung im Dreiland darlegen können. Im Jahr 2019 veröffentlichen wir Beiträge zum Thema "Die Digitalisierung am Oberrhein – Anwendungen, Potentiale, Risiken, Beispiele". 

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