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16.06.2026

CRANE liefert Werkzeuge für klimaresiliente Rheinhäfen am Oberrhein

Mit dem erfolgreichen Abschluss des Interreg-Projekts CRANE stehen den Rheinhäfen am Oberrhein konkrete und sofort umsetzbare Massnahmen zur Anpassung an den Klimawandel zur Verfügung. Die Schweizerischen Rheinhäfen und ihre Partner sind damit bestens gerüstet, ihre Resilienz gegenüber klimabedingten Herausforderungen weiter zu stärken.

Für jeden der sieben beteiligten Häfen Basel, Mulhouse, Strasbourg, Kehl, Karlsruhe Mannheim und Ludwigshafen hat CRANE einen detaillierten individualisierten Klimasteckbrief erstellt. Dieser enthält klimatische und hydrologische Projektionen bis zum Jahr 2100 und bieten eine entscheidende Grundlage für die Bewertung der Anfälligkeit der Hafeninfrastrukturen angesichts künftiger Klimaherausforderungen. 

Ein Abschlusskolloquium am 27. April 2026 in Strasbourg brachte Vertreterinnen und Vertreter der Häfen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Akteurinnen und Akteure der öffentlichen Hand zusammen und vermittelte eine zentrale Botschaft: Die Häfen verfügen über konkrete Lösungsansätze, eine gemeinsame Anpassungsdynamik ist angestossen und der Rhein bleibt ein Verkehrsträger mit Zukunft.

Die Ergebnisse zeigen, dass einige kritische Infrastrukturen, etwa Energie  oder Telekommunikationsnetze, eine vergleichsweise geringe Vulnerabilität aufweisen, während andere Komponenten stärker betroffen sind: Hafenbahnanlagen, Umschlagsflächen, Strasseninfrastruktur, im Freien tätiges Personal, sowie – auf übergeordneter Ebene – der Rhein selbst, dessen Befahrbarkeit vom verfügbaren Wasser abhängt. Auf dieser Grundlage wurden Anpassungsmassnahmen bewertet, so die Einführung von Krisen- und Geschäftskontinuitätsplänen, eine verstärkte Instandhaltung und Investitionen in widerstandsfähigere Infrastrukturen, der Einbezug von Anpassungsmassnahmen bereits in der Projektplanung, Massnahmen zur Begrünung und Entsiegelung von Böden, den Ausbau der Schienenkapazitäten zur Erleichterung der Verkehrsverlagerung bei Niedrigwasser sowie die Koordination mit verschiedenen Partnern.

Das dreijährige CRANE-Projekt ist Teil einer langjährigen Zusammenarbeit der Oberrheinhäfen, die seit über zehn Jahren unter dem Namen Upper Rhine Ports läuft. Im Mittelpunkt stehen gemeinsame Herausforderungen wie Wettbewerbsfähigkeit der Häfen und des multimodalen Verkehrs, Dekarbonisierung der Wirtschaft und Logistik sowie der Aufbau von Resilienz. Diese europäische Zusammenarbeit trägt wesentlich zur wirtschaftlichen Dynamik des Oberrheins bei und stärkt die strukturierende Rolle der Häfen für die territoriale Entwicklung.

Medienmitteilung des Projektträgers Port Autonome de Strasbourg
Projektbeschrieb

 

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