Förderperiode Interreg VIA Oberrhein 2021 - 2027
SOPLAS
Synthetische Bodenhilfsstoffe im Ober-rheingebiet - Rückstände und Lösungen zeigen und den Bodenschutz stärken
Angesichts häufiger Dürreperioden und heftiger Regenfälle geraten land- und forstwirtschaftliche Böden zunehmend unter Druck. Um ihre Wasserspeicherfähigkeit zu verbessern, kommen sogenannte „Superabsorber“ zum Einsatz. Über ihr Verhalten im Boden ist bislang jedoch wenig bekannt – ebenso über mögliche langlebige Rückstände mit plastikähnlichen Eigenschaften. Das Projekt „SOPLAS“ wird erstmals im deutsch-französisch-schweizerischen Oberrheingebiet eine gemeinsame Grundlage schaffen, um diese An
Gesunde Böden sind die Grundlage stabiler Ernten, ökologischer Resilienz und langfristiger Ernährungssicherheit. Im klimatisch sensiblen Oberrheingebiet führen zunehmende Dürreperioden, Starkregen und Bodenversiegelung zu wachsenden Risiken für Landwirtschaft, Forst und Biodiversität. Im Oberrheingebiet fehlen bislang belastbare Daten zu Nutzung, Abbau und Rückständen synthetischer Superabsorber (SAPs) sowie zu ihren Effekten auf Bodenfunktionen, Bodenbiologie und Wasserhaushalt. Diese Wissenslücken erschweren Risikoabschätzung, Regulierung und Beratung. Hinzu kommen uneinheitliche Methoden, fehlende Vergleichbarkeit und getrennte Zuständigkeiten.
SOPLAS etabliert einen grenzüberschreitenden Wissens- und Handlungsknoten zwischen Deutschland, Frankreich und der Schweiz, um den Einsatz von SAPs systematisch zu erfassen. Diese als Bodenhilfsstoffe/ Bodenverbesserer vertriebenen Polymere werden gezielt zur Verbesserung der Bodenstruktur und Wasserhaltekapazität eingesetzt und finden zudem breite Anwendung in Saatgutbeschichtungen, Düngemitteln, Bewässerungsgranulaten, Pflanzsubstraten und Erosionsschutzmatten. Erste Studien zeigen jedoch auch, dass sie persistente, mikroplastikähnliche Rückstände hinterlassen können, deren Mengen, Abbaupfade und Auswirkungen auf Bodenfunktionen bislang unzureichend erforscht sind. Durch ein einheitliches Monitoring-, Bewertungs- und Entscheidungssystem, das Daten, Methoden und Leitfäden grenzüberschreitend harmonisiert und langfristig in Beratungs- und Verwaltungssysteme integriert, soll SOPLAS einen konkreten Beitrag zur Umsetzung der EU-Bodenstrategie 2030 leisten, die Klimaanpassungsfähigkeit und Kreislaufwirtschaft der Region verbessern und den Oberrhein als Modellregion für integrativen, nachhaltigen Bodenschutz etablieren.
Themen Umweltschutz Landwirtschaft
Projektlaufzeit 01.07.2026-30.06.2029
Status LAUFEND
EU-Projektträger Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau
Schweizer Projektverantwortlicher Forschungsinstitut für biologischen Landbau FibL
Projektbeteiligte Centre national de la Recherche scientifique CNRS Chambre d'Agriculture d'Alsace EARL Winter Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg Gensheimer Bio-Hofladen Gerach Container GmbH HYDRA Marine Sciences GmbH IMA Sanierungszentren GmbH & Co. KG Kanton Aargau Landesforsten Rheinland-Pfalz Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg SAM Sonderabfall-ManagementGesellschaft Rheinland-Pfalz GmbH SAS Bio3G Schweizerische Eidgenossenschaft (NRP) Timac AGRO Deutschland GmbH Université de Strasbourg Mehr anzeigen
Interreg-Ziel A1: Förderung der Anpassung an den Klimawandel und der Katastrophenprävention und Katastrophenresilienz unter Berücksichtigung von ökosystembasierten
NRP-Ziel 1: Die Klimabilanz in allen Wirtschaftssektoren durch die Unterstützung innovativer Wirtschaftsmodelle wie der Kreislaufwirtschaft und der Green Economy verbessern.
Regionen Baden-Württemberg Deutschland Elsass Frankreich Kanton Aargau Rheinland-Pfalz Schweiz Mehr anzeigen
Budget
Gesamtbudget € 1'756’422.44
Schweizer Budget CHF 186’957.45
Schweizer Budget CHF 186’957.45
Finanzierung
EFRE € 941’679.00
Frankreich € 87’953
Deutschland € 539’832.32
Frankreich € 87’953
Deutschland € 539’832.32
Details zur Schweizer Ko-Finanzierung
Bund CHF 92’174.47
Kanton Aargau CHF 20’000
Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL CHF 74’782.98
Kanton Aargau CHF 20’000
Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL CHF 74’782.98