Interreg

Mittels der Neuen Regionalpolitik (NRP) und dem Engagement der Nordwestschweizer Kantone haben Schweizer Akteure die Möglichkeit, an Interreg-Projekten teilzunehmen. Die Interkantonale Koordinationsstelle bei der Regio Basiliensis (IKRB) fungiert dabei als regionale Koordinationsstelle für Interreg und die NRP.

Interreg Aktuell

3. Februar 2021

Neun neue Projekte der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit für das Programm Interreg Oberrhein genehmigt. Unternehmertum, Kulturkooperation, Gesundheit und Klima stehen dabei aus Schweizer Sicht im Fokus.

Der Begleitausschuss des Programms Interreg Oberrhein hat an seiner Sitzung am 19. Januar 2021 vier neue Projekte mit Schweizer Beteiligung genehmigt. Die Kantone steuern 130'000 Franken und der Bund im Rahmen der Neuen Regionalpolitik 304'000 Franken bei. Dritte engagieren sich mit weiteren 408'000 Franken. All diese Vorhaben haben das Ziel, den Alltag der Bevölkerung und die Wettbewerbsfähigkeit in der deutsch-französisch-schweizerischen Grenzregion zu verbessern. 

Link zur Medienmitteilung
Projektliste Interreg V / NRP mit Nordwestschweizer Beteiligung

Interreg Allgemein

1990 lancierte die Europäische Union (EU) die Gemeinschaftsinitiative Interreg mit dem Ziel, durch die Intensivierung der Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg die Integration im europäischen Raum und eine ausgewogene Entwicklung zwischen den Regionen zu fördern. Seitdem wurde Interreg laufend weiter entwickelt.

Heute stellt Interreg unter dem Titel «Europäische territoriale Zusammenarbeit (ETZ)» eines der zentralen Instrumente der europäischen Kohäsions- resp. Regionalpolitik dar, mit der wirtschaftliches Wachstum gefördert, Entwicklungsdifferenzen zwischen den Regionen in Europa gemindert sowie der soziale und territoriale Zusammenhalt gestärkt werden sollen. 

In der Förderperiode Interreg VI von 2021-2027 investiert die EU aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) 8.05 Mrd. Euro für die grenzübergreifende Zusammenarbeit in Europa.

Dabei unterstützt die EU die Kooperation in drei Ausrichtungen:

  • Interreg A: grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen benachbarten Grenzregionen (5.8 Mrd. Euro)
  • Interreg B: transnationale Zusammenarbeit zwischen Regionen in grösseren, zusammenhängenden Regionen  (1.5 Mrd. Euro)
  • Interreg C: Interregionale Zusammenarbeit zwischen nicht-benachbarten Regionen bzw. Städten in ganz Europa auch auf raumplanrisch-statistischer Ebene (0.5 Mrd. Euro)

Die grenzübergreifende Kooperation erfolgt auf der Grundlage gemeinsamer Programme der jeweils beteiligten Partnerstaaten. Die in den Programmen festgelegten Themen- und Handlungsfelder werden in Form von Kooperationsprojekten umgesetzt, wobei die EU 50% bzw. 60% der förderfähigen Projektkosten übernimmt.

Im Rahmen von Interreg kommen Schweizer Akteure zwar nicht in den Genuss von EU-Fördermitteln, sie profitieren aber gleichwohl von den durch die realisierten Kooperationsprojekte geschaffenen Synergien und Impulsen. Dies haben die Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Aargau, Solothurn und Jura früh erkannt und beteiligen sich von Anfang an an Interreg. In der fünften Förderperiode beteiligten sich die Nordwestschweizer Kantone an sechs – Aargau und Jura an sieben – Interreg V-Programmen auf grenzüberschreitender, transnationaler sowie interregionaler Ebene. Zurzeit werden die Strategien der verschiedenen Interreg-Programme für die sechste Föderperiode (2021-2027) erarbeitet, welche anschliessend von der EU-Kommission geprüft und voraussichtlich bis Ende 2021 genehmigt werden. 

Factsheet Interreg VI Oberrhein
Clip: Was ist Interreg? Wie grenzübergreifende Zusammenarbeit gelingt 
Informationen des Programms Interreg Oberrhein

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Andreas Doppler
Leiter Förderprogramme