Interreg

Mittels der Neuen Regionalpolitik (NRP) und dem Engagement der Nordwestschweizer Kantone haben Schweizer Akteure die Möglichkeit, an Interreg-Projekten teilzunehmen. Die Interkantonale Koordinationsstelle bei der Regio Basiliensis (IKRB) fungiert dabei als regionale Koordinationsstelle für Interreg und die NRP.

Interreg Aktuell

15. April 2020

Zusammen wachsen mit Interreg – seit 30 Jahren

Was haben der Museums-PASS-Musées, EUCOR und die Verlängerung des Tram 3 von Basel nach Saint-Louis gemeinsam? Alle Projekte wurden anfangs von Interreg finanziert! Interreg ist das zentrale Instrument der europäischen Kohäsions- und Regionalpolitik. Durch Projekte in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Verkehr, Gesundheit, Umwelt und Zivilgesellschaft fördert Interreg die wirtschaftliche Entwicklung, mindert die regionalen Unterschiede und stärkt den Zusammenhalt. Die Nordwestschweiz ist seit Beginn des Programms 1990 mit dabei und unterstützte seither über 200 grenzüberschreitende Innovationsprojekte unterschiedlichster Art im Oberrheinraum. Die Interkantonale Koordinationsstelle bei der Regio Basiliensis (IKRB) fungiert seit Beginn als Kontaktsstelle für die Partner auf der deutschen und französischen Seite. 

Das Jubiläumsjahr 2020 gibt uns die Möglichkeit sowohl einen Rückblick auf die vergangenen Programmperioden als auch einen Ausblick auf das künftige Programm zu werfen. Im Rahmen einer Reihe werden wir deshalb bis Ende 2020 im Newsletter und auf der Webseite der Regio Basiliensis ausgewählte Projekte aus den fünf Förderperioden vorstellen und aufzeigen, was daraus geworden ist. Auch berichten wir über die Vorbereitungen zu Interreg VI und über die am Freitag, 20. November in Strasbourg stattfindende Jubiläumsfeier. 

Feiern Sie mit uns 30 Jahre zusammen wachsen mit Interreg!

Interreg-Reihe «Zusammen wachsen mit Interreg – seit 30 Jahren» Teil I
Interreg-Reihe «Zusammen wachsen mit Interreg – seit 30 Jahren» Teil II
Projektliste Interreg V / NRP mit Nordwestschweizer Beteiligung

Interreg Allgemein

1990 lancierte die Europäische Union (EU) die Gemeinschaftsinitiative Interreg mit dem Ziel, durch die Intensivierung der Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg die Integration im europäischen Raum und eine ausgewogene Entwicklung zwischen den Regionen zu fördern. Seitdem wurde Interreg laufend weiter entwickelt.

Heute stellt Interreg unter dem Titel «Europäische territoriale Zusammenarbeit (ETZ)» eines der zentralen Instrumente der europäischen Kohäsions- resp. Regionalpolitik dar, mit der wirtschaftliches Wachstum gefördert, Entwicklungsdifferenzen zwischen den Regionen in Europa gemindert sowie der soziale und territoriale Zusammenhalt gestärkt werden sollen. 

In der Förderperiode 2014-2020 – Interreg V – investiert die EU aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) 8,9 Mrd. Euro für die grenzübergreifende Zusammenarbeit in Europa.

Dabei unterstützt die EU die Kooperation in drei Ausrichtungen:

  • Interreg A: grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen benachbarten Grenzregionen (6,6 Mrd. Euro)
  • Interreg B: transnationale Zusammenarbeit zwischen Regionen in grösseren, zusammenhängenden Regionen  (1,8 Mrd. Euro)
  • Interreg Europe: Interregionale Zusammenarbeit zwischen nicht-benachbarten Regionen in ganz Europa (0,5 Mrd. Euro)

Die grenzübergreifende Kooperation erfolgt auf der Grundlage gemeinsamer Programme der jeweils beteiligten Partnerstaaten. Die in den Programmen festgelegten Themen- und Handlungsfelder werden in Form von Kooperationsprojekten umgesetzt, wobei die EU 50% bzw. 60% von deren Kosten übernimmt.

Im Rahmen von Interreg kommen Schweizer Akteure zwar nicht in den Genuss von EU-Fördermitteln, sie profitieren aber gleichwohl von den durch die realisierten Kooperationsprojekte geschaffenen Synergien und Impulse. Dies haben die Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Aargau, Solothurn und Jura früh erkannt und beteiligen sich von Anfang an an Interreg. In der aktuellen Förderperiode beteiligen sich die Nordwestschweizer Kantone an vier – Jura und Aargau an fünf – Interreg V-Programmen auf grenzüberschreitender, transnationaler sowie interregionaler Ebene.

Die Vorbereitungen für die sechste Förderperiode Interreg VI von 2021 - 2027 haben mit der Veröffentlichung der EU-Verordnungsentwürfe im Mai 2018 begonnen. Zurzeit werden die Strategien der verschiedenen Interreg-Programme erarbeitet, welche anschliessend von der EU-Kommission geprüft und genehmigt werden müssen. 

Clip: Was ist Interreg? Wie grenzübergreifende Zusammenarbeit gelingt 

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Andreas Doppler,
Leiter Förderprogramme