Interreg

Mittels der Neuen Regionalpolitik (NRP) und dem Engagement der Nordwestschweizer Kantone haben Schweizer Akteure die Möglichkeit, an Interreg-Projekten teilzunehmen. Die Interkantonale Koordinationsstelle bei der Regio Basiliensis (IKRB) fungiert dabei als regionale Koordinationsstelle für Interreg und die NRP.

Interreg Aktuell

10. Juni 2021

Neue Strategie Interreg VI Oberrhein für den Zeitraum 2021-2027

Der Begleitausschuss von Interreg Oberrhein verständigt sich auf die neue Strategie für Interreg VI Oberrhein 2021-2027 mit Fokus auf Klima und Energie, Mobilität, Innovation und die Auswirkungen der Gesundheitskrise. Das grenzüberschreitende Programm setzt somit auf einen breiten Förderansatz und wird somit wichtige Impulse für eine erfolgreiche Entwicklung des gemeinsamen Wirtschafts-, Lebens- und Kulturraums am Oberrhein geben. Ferner hat der Begleitausschuss letzte Projekte des auslaufenden Programms Interreg V mit Fokus Nachhaltigkeit in die Förderung aufgenommen.

Link zur Medienmitteilung
Projektliste Interreg V / NRP mit Nordwestschweizer Beteiligung

Interreg Allgemein

1990 lancierte die Europäische Union (EU) die Gemeinschaftsinitiative Interreg mit dem Ziel, durch die Intensivierung der Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg die Integration im europäischen Raum und eine ausgewogene Entwicklung zwischen den Regionen zu fördern. Seitdem wurde Interreg laufend weiter entwickelt.

Heute stellt Interreg unter dem Titel «Europäische territoriale Zusammenarbeit (ETZ)» eines der zentralen Instrumente der europäischen Kohäsions- resp. Regionalpolitik dar, mit der wirtschaftliches Wachstum gefördert, Entwicklungsdifferenzen zwischen den Regionen in Europa gemindert sowie der soziale und territoriale Zusammenhalt gestärkt werden sollen. 

In der Förderperiode Interreg VI von 2021-2027 investiert die EU aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) 8.05 Mrd. Euro für die grenzübergreifende Zusammenarbeit in Europa.

Dabei unterstützt die EU die Kooperation in drei Ausrichtungen:

  • Interreg A: grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen benachbarten Grenzregionen (5.8 Mrd. Euro)
  • Interreg B: transnationale Zusammenarbeit zwischen Regionen in grösseren, zusammenhängenden Regionen  (1.5 Mrd. Euro)
  • Interreg C: Interregionale Zusammenarbeit zwischen nicht-benachbarten Regionen bzw. Städten in ganz Europa auch auf raumplanrisch-statistischer Ebene (0.5 Mrd. Euro)

Die grenzübergreifende Kooperation erfolgt auf der Grundlage gemeinsamer Programme der jeweils beteiligten Partnerstaaten. Die in den Programmen festgelegten Themen- und Handlungsfelder werden in Form von Kooperationsprojekten umgesetzt, wobei die EU 50% bzw. 60% der förderfähigen Projektkosten übernimmt.

Im Rahmen von Interreg kommen Schweizer Akteure zwar nicht in den Genuss von EU-Fördermitteln, sie profitieren aber gleichwohl von den durch die realisierten Kooperationsprojekte geschaffenen Synergien und Impulsen. Dies haben die Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Aargau, Solothurn und Jura früh erkannt und beteiligen sich von Anfang an an Interreg. In der fünften Förderperiode beteiligten sich die Nordwestschweizer Kantone an sechs – Aargau und Jura an sieben – Interreg V-Programmen auf grenzüberschreitender, transnationaler sowie interregionaler Ebene. Zurzeit werden die Strategien der verschiedenen Interreg-Programme für die sechste Föderperiode (2021-2027) erarbeitet, welche anschliessend von der EU-Kommission geprüft und voraussichtlich bis Ende 2021 genehmigt werden. 

Factsheet Interreg VI Oberrhein
Clip: Was ist Interreg? Wie grenzübergreifende Zusammenarbeit gelingt 
Informationen des Programms Interreg Oberrhein

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Andreas Doppler
Leiter Förderprogramme