News Gesundheit, Soziales
20.05.2026
TRISAN Studie: Fachkräftemangel im Gesundheitswesen verschärft sich
Die neue Studie des trinationalen Kompetenzzentrums für grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Gesundheitswesen TRISAN beleuchtet das Ausmass des Fachkräftemangels im Gesundheitswesen am Oberrhein. Im Fokus steht insbesondere die Situation der Pflegefachkräfte in der Schweiz, Frankreich und Deutschland.
Der länderübergreifende Vergleich zeigt Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Herausforderungen auf und eröffnet neue Perspektiven für gemeinsame Lösungsansätze. Ziel der Studie ist es, mit einem grenzüberschreitenden Blick neue Handlungsräume zu identifizieren und dem Fachkräftemangel im Gesundheitswesen am Oberrhein wirksam zu begegnen
Seit 2010 nimmt der Fachkräftemangel in Gesundheitsberufen in Europa und besonders in der Oberrheinregion stetig zu. Anfangs waren vor allem Deutschland und die Schweiz betroffen, inzwischen fehlt auch in Frankreich Gesundheitspersonal. Durch die alternde Bevölkerung, den steigenden Pflegebedarf und viele Fachkräfte, die bald pensioniert werden, dürfte sich der Mangel künftig weiter verschärfen. In Grenzregionen beeinflusst die grenzüberschreitende Mobilität den Fachkräftemangel. Sie kann ihn in einzelnen Gebieten verstärken oder eine Abhängigkeit von den im Nachbarland ausgebildeten Fachkräften schaffen. TRISAN hat eine Studie mit quantitativem Ansatz erarbeitet, welche grenzüberschreitende Transparenz zum Thema Fachkräftemangel im Gesundheitswesen am Oberrhein schaffen soll. Die Studie wird in einen Monitoring-Prozess eingebunden, damit die Entwicklung des Fachkräftemangels künftig in regelmässigen Abständen und nach derselben Methode erfasst und verglichen werden kann. Um Vergleichbarkeit zu schaffen, beschränkte sich die Analyse auf die Berufsgruppen der Pflegefachpersonen und der Pflegeassistentinnen und Pflegefachassistenten.
Die Analyse bezieht sich auf bereits vorhandene Daten aus den drei Ländern und stellt diese in Bezug zueinander. Schwierigkeiten ergeben sich durch eine fehlende Vergleichbarkeit der Daten und Ansätze zur Quantifizierung des Mangels sowie dadurch, dass Daten oft nicht nur für das Gebiet des Oberrheins erhoben werden. TRISAN stellt durch seine Analyse fest, dass in der Nordwestschweiz aktuell ein moderater Mangel an Pflegefachpersonen besteht. In Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und im Elsass besteht bereits ein ausgeprägter Mangel an Pflegefachpersonen. Die verfügbaren Szenarien für Deutschland, die Schweiz und Frankreich gehen zudem davon aus, dass sich der Fachkräftemangel in den Pflegeberufen in den kommenden Jahren weiter verschärfen wird. Besonders betroffen sind dabei die Pflegefachpersonen; bei den Pflegeassistentinnen und Pflegeassistenten fällt der Mangel weniger stark aus.
Die Studie von TRISAN finden Sie hier.
