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25.06.2024

Personenfreizügigkeit reduziert den Fachkräftemangel

Im Rahmen der Personenfreizügigkeit sind 2023 rund 68’000 Menschen mehr in die Schweiz eingewandert, als das Land verliessen. Dies ist der zweithöchste Wert seit Inkrafttreten des Abkommens. Gründe sind die tiefe Arbeitslosigkeit und das Wachstum der Beschäftigung.

In seinem jährlichen Bericht zu den Folgen der Zuwanderung auf den Schweizer Arbeitsmarkt kommt das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) zu demselben Befund wie in den meisten Jahren zuvor. Die Nachfrage des Schweizer Arbeitsmarktes nach Arbeitskräften aus dem EU-Raum sei nach wie vor hoch und es gelinge gut, diesen Bedarf zu decken. Gründe sind die tiefe Arbeitslosigkeit und das Wachstum der Beschäftigung.

Zugleich verweist das SECO auf die demographische Entwicklung in der Schweiz. Die einheimische Bevölkerung im Erwerbsalter sei in den vergangenen knapp 20 Jahren nur noch schwach gewachsen. Der Ausbau der Erwerbstätigkeit habe dagegen deutlich über dem EU-Durchschnitt gelegen. Die grösste Gruppe der Zugewanderten machten die Deutschen mit einem Anteil von 21 % aus. Dahinter folgen Frankreich und Italien mit Anteilen von 16 % respektive 15 %.

Ende des Jahres 2023 waren insgesamt 392’800 ausländische Grenzgängerinnen und Grenzgänger in der Schweiz tätig, gesamthaft drei Viertel davon in den fünf grenznahen Kantonen Genf (106’400), Tessin (78’700), Waadt (45’100), Basel-Stadt (34’700) und Basel-Landschaft (24’600). Die Zahl der Grenzgängerinnen und Grenzgänger hat im Laufe der vergangenen Jahre kontinuierlich zugenommen, wobei sich das Wachstum im Zuge der Erholung von der Coronakrise stark beschleunigt hat. Im Berichtsjahr betrug die Zunahme im Jahresmittel gegenüber dem Vorjahr 4 % respektive 13’300 Personen.

Weitere Informationen im Observatoriumsbericht 2024 zur Personenfreizügigkeit  

 

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