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01.10.2019

Kernkraftwerk Fessenheim soll bis Sommer 2020 abgeschaltet werden

Die Betreiberin Electricité de France hat am 30. September 2019 bei der französischen Regierung und der Atomaufsicht das Gesuch eingereicht, das Kernkraftwerk Fessenheim bis im Juni 2020 vom Netz zu nehmen. Mehrere Vorschläge über die künftige Verwendung des Standorts stehen zur Diskussion.

Nach der mehrfachen Ankündigung der französischen Regierung unter den Präsidenten François Hollande und Emmanuel Macron hat nun die Betreiberin des Kernkraftwerks Fessenheim, die Electricité de France (EdF), über die geplante Abschaltung informiert. Demnach sollen der Reaktor 1 am 22. Februar 2020 und der Reaktor 2 am 30. Juni 2020 definitiv abgeschaltet werden. Die Regierung hat der EdF unter anderem für den Rückbau und für die Sozialpläne der Mitarbeitenden 400 Mio. Euro zugesichert. Auch von Schweizer Seite wurde die Abschaltung des rund 40 km nördlich von Basel gelegenen Werks mehrfach gefordert, so etwa in einem gemeinsamen Schreiben der beiden Basler Regierungen an den französischen Staatspräsidenten am 9. Januar 2018.

Es stehen mehrere Vorschläge über die zukünftige Verwendung des Areals zur Diskussion. Der Standort Fessenheim soll in einen grenzüberschreitenden Gewerbepark umgewandelt werden. Ideen umfassen Forschungs- und Entwicklungsareale für Erneuerbare Energien oder eine von der EdF ins Gespräch gebrachte Aufbereitungsanlage für verstrahlte Teile von anderen demontierten Kernkraftwerken. In einem weiteren Zusammenhang damit steht auch die Wiederinbetriebnahme der durchgehenden Bahnlinie zwischen Colmar, Breisach und Freiburg.

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