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17.06.2020

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit vor dem Hintergrund der Corona-Krise neu denken und gestalten

Prof. Dr. Robert Hertzog, emeritierter Professor der Universität Strasbourg, und Dr. Hans Martin Tschudi, Vize-Präsident der Regio Basiliensis, geben einen Denkanstoss zur Reform der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit am Oberrhein. Ihrer Ansicht nach müssen aus der Corona-Krise Lehren gezogen werden.

Gemäss den Autoren Prof. Dr. Robert Hertzog und Dr. Hans Martin Tschudi bestätigt die Corona-Krise den tiefgreifenden Wandel, der sich seit vielen Jahren in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit öffentlicher Einrichtungen vollzieht. Ihrer Ansicht nach sind die grenzüberschreitenden Vernetzungen und Verflechtungen in den letzten Jahren in allen gesellschaftlichen Bereichen stark gestiegen.

Substanzielle Veränderungen im Hinblick auf die Kooperation lassen sich gemäss Hertzog und Tschudi auf zwei Ebenen erkennen. Die erste ist der Übergang von der regulären politischen Kooperation zu einer unverzichtbaren und mehrdimensionalen Zusammenarbeit am Oberrhein. Die zweite Ebene des Wandels betrifft die Vielfalt der Akteure und Themen der Zusammenarbeit. So müsste die Kooperation vor allem auch ausserhalb der Gremien direkt zwischen Partnern erfolgen, die über das erforderliche Fachwissen in ihrem Bereich verfügen, gegebenenfalls mit Unterstützung von Expertengremien (Juristen, Dolmetscher, Spezialisten für die Kulturen und Institutionen der Länder). Die Autoren schlagen nicht vor, neue grenzüberschreitende Einrichtungen zu schaffen, sondern propagieren eine Reform und Stärkung der bestehenden Kooperationsgefässe.

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