News Katastrophenhilfe

16.09.2026

Erdbeben-Alarm: Die Schweiz übt den Ernstfall mit Europa

Die Schweiz ist erstmals Gastgeberin einer EU-MODEX-Übung. Vom 6. bis 9. Oktober 2026 bringt sie den Schweizer Bevölkerungsschutz mit internationalen Einsatzteams zusammen. Das Szenario: ein schweres Erdbeben in der Westschweiz. Getestet wird, wie die Teams zusammenfinden, sich koordinieren und in bestehende Strukturen integrieren.

Rund 500 Beteiligte trainieren in Epeisses (GE), Genf und Payerne (VD) den Ernstfall. Das Szenario: Ein starkes Erdbeben trifft die Kantone Genf, Waadt und Freiburg und verursacht schwere Schäden. Die kantonalen Behörden und die Nationale Alarmzentrale ersuchen um Hilfe. Der Bundesrat fordert daraufhin internationale Unterstützung an, über den EU-Katastrophenschutzmechanismus (Union Civil Protection Mechanism, UCPM). Die EU mobilisiert daraufhin Einsatzkräfte aus mehreren Ländern. Über 250 ausländische Einsatzkräfte werden erwartet. Zusammen mit Schweizer Zivilpersonen, Armeeangehörigen und Statistinnen und Statisten sind es rund 500 Personen.

Für die Schweiz ist das eine Premiere: Nie zuvor hat sie eine solche Übung selbst organisiert. Die internationale Sicherheitslage macht solche Zusammenarbeit wichtiger denn je. Der UCPM ist das Katastrophenschutzverfahren der EU. Er verbessert Prävention, Vorsorge und Reaktion bei Katastrophen. Seit 2002 hat er sich vielfach bewährt, innerhalb und ausserhalb der EU. Sein Ziel: Die Mitgliedstaaten besser koordinieren und ihre Katastrophenschutzsysteme wirksamer machen. Jedes Land der Welt kann im Katastrophenfall um Hilfe bitten. Durch die gebündelten Kapazitäten schützt der UCPM Menschen, aber auch Umwelt, Kulturgüter und Infrastrukturen.
 
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