Regio-Standpunkt

22.10.2018

Dank Interreg die Zukunft am Oberrhein gestalten

Seit 1990 fördert die EU im Rahmen von Interreg die Kooperation von Regionen über nationale Grenzen hinweg. Der Bund via der Neuen Regionalpolitik und die Kantone beteiligen sich seit Beginn am Förderprogramm. Interreg ist dank seinen innovativen und zukunftsweisenden Projekte ein zentraler Baustein zur Weiterentwicklung und zur Verbesserung der grenzüberschreitenden Beziehungen. Entsprechend setzt sich die Regio Basiliensis für die Fortführung der Förderung grenzüberschreitender Projekte durch Interreg und die Neue Regionalpolitik nach 2020 ein.

Heute spielen sich Leben und Arbeiten in funktionalen Räumen ab, die sich nicht länger an administrative Grenzen halten. Der intensive Austausch über die Landesgrenzen ist Alltag. Viele Menschen wohnen auf der einen, konsumieren oder arbeiten aber auf der anderen Seite. Auch Unternehmen finden ihre Kunden, Geschäftspartner und Fachkräfte ungeachtet der traditionellen Grenzen. Das Zusammenarbeiten mit dem Nachbarn öffnet neue Horizonte, erlaubt gegenseitiges Lernen und ermöglicht Projekte zum Vorteil der Menschen in unserer Grenzregion. Die Zusammenarbeit am Oberrhein ist für die Schweizer Seite entsprechend von zentraler Bedeutung.

Die europäische Kohäsionspolitik trägt positiv zur Verbesserung der grenzüberschreitenden Beziehungen bei. Sie leistet einen Beitrag zur Stärkung der europäischen Wirtschaftskraft und Integration. Grenzregionen sind dabei vielfältige und zukunftsfähige Lebens-, Wirtschafts- und Kulturräume. Seit Beginn von Interreg hat der Oberrhein von der EU und der Eidgenossenschaft mehr als 280 Millionen Euro Fördermittel erhalten, mit welchen mehr als 400 bi- und trinationale Projekte umgesetzt werden konnten. Exemplarisch können hier die Beratungsstelle INFOBEST, der Studiengang Mechatronik, der Museumspass, das Euregio-Zertifikat, das Gesundheitskompetenzzentrum TRISAN, das Klima- und Energienetzwerk TRION und die Begegnungsprojekte genannt werden.

Die Förderung durch Interreg und die Neue Regionalpolitik nach 2020 muss daher aus Sicht der Regio Basiliensis fortgesetzt werden, da sie ein wichtiger Beitrag für das Zusammenwachsen am Oberrhein ist. Der Verein wird sich entsprechend als Schweizer Partnerin für die Oberrhein-Kooperation und Kompetenzzentrum erster Wahl für Politik, Wirtschaft, Behörden, Organisationen und Bürger weiterhin für die Dreiländerregion einsetzen und entsprechende Impulse für eine Kontinuität und Verstärkung der Zusammenarbeit geben. Den Förderprogrammen in unserer Grenzregion messen wir dabei grosses Gewicht zu.

Kontakt: Regio Basiliensis, Dr. Manuel Friesecke, Geschäftsführer, Tel. 061 915 15 15, E-Mail: info@regbas.ch

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