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24.08.2026
Arbeitsmarkt am Oberrhein 2026: Fachkräftemangel im Gesundheitswesen im Fokus
Die siebte Ausgabe der Publikation «Arbeitsmarkt am Oberrhein», erstellt von BAK Economics im Auftrag der Regio Basiliensis, zeigt die aktuelle Lage des trinationalen Arbeitsmarkts auf – von Beschäftigungsentwicklung über Grenzgängerinnen und Grenzgänger bis zur Arbeitslosigkeit. Ein Schwerpunkt liegt dieses Jahr auf der Gesundheitsversorgung.
Der Oberrhein umfasst 3,4 Millionen Beschäftigte und zeichnet sich durch eine hohe grenzüberschreitende Durchlässigkeit aus: Über 100'000 Personen pendeln täglich in eines der Nachbarländer. Die Beschäftigung ist zwischen 2019 und 2024 moderat gewachsen, besonders stark in der Chemie-, Pharma- und Kunststoffindustrie sowie im Gesundheits- und Sozialwesen. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote liegt bei 5,0 %, mit deutlichen regionalen Unterschieden zwischen der Nordwestschweiz (3,3 %) und dem Elsass (6,9 %).
Besondere Aufmerksamkeit widmet die Studie dem Gesundheitswesen: Eine aktuelle TRISAN-Studie bestätigt, dass der Fachkräftemangel im Pflegebereich in allen Teilregionen weiter zunimmt, verschärft durch demografischen Wandel und Pensionierungswellen. Am wenigsten ausgeprägt ist er in der Nordwestschweiz – auch dank der hohen Mobilität von Grenzgängerinnen und Grenzgängern: Ihre Zahl im Gesundheitswesen hat sich seit 2006 mehr als verdoppelt.
Gleichzeitig entstehen vielversprechende Lösungsansätze: Seit Sommer 2026 öffnet das Universitäts-Kinderspital beider Basel (UKBB) seine Notfallversorgung für Kinder aus dem Südelsass – aufbauend auf der bestehenden Regelung für Erwachsene am Universitätsspital Basel. Auch das neue Dreiland-Klinikum in Lörrach, das 2027 eröffnet, wird die grenzüberschreitende Gesundheitsinfrastruktur weiter stärken.
Die Broschüre kann per E-Mail bei der Geschäftsstelle der Regio Basiliensis als gedruckte Version bestellt werden.

