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13.12.2018

Abschluss des Interreg-Projektes ERMES-Rhin - Grundwasserschutz über die Grenzen

Das Interreg-Projekt zur Reduzierung bekannter und neuer Schadstoffe im Grundwasser am Oberrhein präsentierte an der Abschlusstagung seine Ergebnisse.

Der Oberrheingraben ist einer der bedeutendsten Grundwasserspeicher Europas. Dieser Grundwasservorrat ist die gemeinsame Ressource von Elsass, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen und Teilen der Nordwestschweiz und für die Versorgung mit Trink-, Brauch- sowie Bewässerungswasser von ausserordentlicher Bedeutung. Aufgrund des Fehlens einer schützenden Gesteinsschicht und der geringmächtigen Überdeckung ist die Ressource gegenüber anthropogenen Schadstoffbelastungen besonders anfällig.

Anknüpfend an die zwanzigjährige Zusammenarbeit von Fachleuten aus Deutschland, der Schweiz und Frankreich führte das Projekt ERMES-Rhin 2016-2018 eine Bestandsaufnahme der Grundwasserqualität durch. Neben der Analyse bereits früher gemessener Schadstoffe lieferte das Projekt erstmals präzisere Informationen über den Grundwasserzustand in Bezug auf neuartige Spurenstoffe wie die Abbauprodukte von Pflanzenschutzmitteln, Medikamentenrückstände, Weichmacher, per- und polyfluorierte Chemikalien und Süssstoffe. 

Die unabhängige Untersuchung richtet sich an Fachwelt und Forschung ebenso wie an Politiker und Vereine als Vertreter der Zivilgesellschaft. Die Webseite des Projektes stellt Grundlagen und Daten zur Verfügung, die es ermöglichen sollen, neue Belastungsquellen zu ermitteln und Massnahmen zu priorisieren, die auf lokaler und europäischer Ebene für die Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie erforderlich sind. Anliegen der Projektpartner war und ist es, die Akteure des Sektors und die Politiker bei der Erreichung dieser Ziele zu begleiten. 

Die Umweltschutzämter der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft haben sich aktiv am Projekt beteiligt und ziehen eine positive Bilanz zur grenzüberschreitenden Projektzusammenarbeit. Die Projektergebnisse wurden am 15. November 2018 anlässlich einer Abschlusstagung in Strasbourg der Öffentlichkeit vorgestellt.

Zu den Projektergebnissen
Webseite des Projektes

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