Förderperiode Interreg VIA Oberrhein 2021 - 2027


ZUNAMI

Mikroporen und Mikrofluidik zum Nachweis von Mikroplastik im Rhein

ZUNAMI entwickelt ein System zur Erkennung und Quantifizierung von Mikroplastik im Rhein. Durch die Kombination von moderner Probenvorbereitung, Automatisierung mittels Mikrofluidik und elektrischer Erkennung von Partikeln durch Mikroporensensorik liefert das Gerät im Vergleich zu aktuellen Labormethoden schnellere Ergebnisse. So erhalten Wasserversorger und Behörden wirksame Instrumente zum Schutz der Flüsse und der öffentlichen Gesundheit.

Menschen gemachtes Mikroplastik wird mittlerweile überall auf der Welt vorgefunden. So wurde dies beispielsweise auf abgelegenen Inseln und in den Polarregionen detektiert. Mikroplastik wird entweder absichtlich erzeugt (z.B. als Bestandteil von Kosmetika), entsteht während der Nutzung von Plastik (z.B. Autoreifen) oder bildet sich, wenn Produkte aus Kunststoff nicht ordnungsgemäss entsorgt werden. Letztere Produkte zersetzen sich anschliessend in der Umwelt zu Mikroplastik. Für lebende Organismen stellt Mikroplastik eine potenzielle Gefahr dar. Mikroplastik kann über den Verzehr von Essen und Trinken in die Körper von lebenden Organismen gelangen. Die Anhäufung von Mikroplastik im Körper von Meeres- und Wasserorganismen führt beispielsweise zur Unterernährung, Entzündungen, verminderter Fruchtbarkeit und erhöhter Sterblichkeit. Die Gefahren, die Mikroplastik für den menschlichen Körper darstellt, sind noch nicht eindeutig geklärt. Jedoch bestehen gravierende Bedenken hinsichtlich der negativen Auswirkungen einer kontinuierlichen Ansammlung von Mikroplastik im menschlichen Körper. Beim Eintrag von Mikroplastik in die Ozeane spielen Flusssysteme wie der Rhein eine wichtige Rolle. Zum Stand der Technik fehlen jedoch geeignete Messsysteme, die automatisiert die Belastung eines Gewässers überwachen, frühzeitig auf eine Gefahr hinweisen und erlauben, zeitnah Gegenmassnahmen einzuleiten. Stattdessen müssen Proben aufwendig von Hand gezogen und im Labor analysiert werden. Das Ziel der Projektpartner von ZUNAMI ist es, ein automatisiertes Messsystem zu entwickeln. Dieses soll aufgrund des Einsatzes von automatisierter Filtration und Mikrofluidik Proben vor Ort für die Analyse vorbereiten. Die an das Vorbereitungsmodul gekoppelte Analytik mittels Mikroporen ermöglicht ein automatisiertes und parallelisiertes Detektieren von Einzelpartikeln und damit eine Quantifizierung der Mikropartikel ohne aufwendige manuelle Analyseverfahren.

Themen Trinkwasserqualität Wissenschaftsoffensive Plastik


Projektlaufzeit 01.01.2026-31.12.2028

Status   LAUFEND

ZUNAMI

EU-Projektträger Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Schweizer Projektverantwortlicher Universität Basel

Projektbeteiligte Industrielle Werke Basel Kanton Basel-Landschaft Kanton Basel-Stadt Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg Région Grand Est Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau Schweizerische Eidgenossenschaft (NRP) Universität Basel Mehr anzeigen

Interreg-Ziel D1: Entwicklung und Ausbau der Forschungs- und Innovationskapazitäten und der Einführung fortschrittlicher Technologien

NRP-Ziel 4: Die Forschungs- und Innovationskapazitäten für wettbewerbsfähigere Unternehmen ausbauen und fortschrittliche Technologien entwickeln, um die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu verbessern.

Regionen   Baden-Württemberg   Deutschland   Elsass   Frankreich   Kanton Basel-Landschaft   Kanton Basel-Stadt   Région Grand Est   Rheinland-Pfalz   Schweiz Mehr anzeigen


Budget

Gesamtbudget € 1’378’583.37
Schweizer Budget CHF 379’656.77

Finanzierung

EFRE € 499’463.30
Frankreich € 109'881.39
Deutschland € 389’581.37

Details zur Schweizer Ko-Finanzierung

Bund CHF 159’455.86 
Kanton Basel-Landschaft CHF 34’169.10
Kanton Basel-Stadt CHF 34’169.10
Universität Basel Departement Chemie CHF 151’862.71