Förderperiode Interreg VIA Oberrhein 2021 - 2027
TIGER 2.0
Grenzüberschreitende Citizen Action zur Überwachung und Bekämpfung invasiver Stechmücken
Das Projekt „TIGER 2.0“ trägt dazu bei, dass Bürgerinnen und Bürger sowie Forschende und Gebietskörperschaften am Oberrhein gemeinsam gegen die Verbreitung der Tiger-mücke, die Krankheiten wie Dengue- und Chikungunya-Fieber überträgt, vorgehen. Durch partizipative Forschung (Citizen Sci-ence), gemeinsame interaktive Kartierung, Bewertung von Bekämpfungsmethoden und koordinierte Massnahmen sollen die negativen Auswirkungen auf die Bevölkerung sowie das öffentliche Gesundheitsrisiko verringert we
Seit etwa zehn Jahren besiedeln mehrere exotische Stechmückenarten die Oberrheinregion. Die Asiatische Tigermücke ist aufgrund der hohen Stichbelästigung und ihrer Rolle als Überträger von Viren wie Dengue-, Chikungunya- und Zika-Viren nach wie vor die wichtigste Stechmückenart. Besiedelt eine Tigermücke ein neues Gebiet, dann ist nach nur wenigen Jahren eine so hohe Tigermückendichte erreicht, dass die Stichbelästigung so gross ist, dass die Lebensqualität stark beeinträchtigt wird. Hinsichtlich des Risikos für die öffentliche Gesundheit muss man zwischen importierten und bodenständigen Fällen unterscheiden. Bei einem importierten Fall hat sich eine Person auf einer Reise mit einem der drei oben genannten Viren infiziert und ist mit dem Virus im Blut nach Hause gekommen. Diese importierten Fälle treten jedes Jahr auf und sind eine Folge des unkomplizierten internationalen Reiseverkehrs. Wird diese kranke Person von einer in der Oberrheinregion ansässigen Tigermücke gestochen, kann sich in der Tigermücke das Virus vervielfältigen und auf eine weitere Person übertragen werden, die wiederum nicht verreist war. Dieser bodenständige (autochthone) Krankheitsfall kann der erste Schritt zu einer lokalen Epidemie sein. Im Jahr 2025 gab es im Raum Strasbourg das erste Mal zwei autochtone Fälle der Übertragung des Chikungunya-Virus. Das Risiko von autochthonen Übertragungen ist in der gesamten Oberrheinregion vorhanden.
Ob es sich nun um eine Belästigung handelt, die die Lebensqualität beeinträchtigt, oder um ein Übertragungsrisiko, das sich direkt auf die menschliche Gesundheit auswirken kann - die Bevölkerung ist davon betroffen. Die drei Länder der Oberrheinregion teilen diese Problematik und koordinieren ihre Anstrengungen, um die Ansiedlung der Asiatischen Tigermücke zu überwachen, ihre Verbreitung einzuschränken und so das Risiko für die öffentliche Gesundheit zu verringern. Experten weltweit sind sich einig, dass alle Bekämpfungsmethoden mit Massnahmen der Bevölkerung zur Beseitigung von Brutstätten auf Privatgrundstücken verbunden werden müssen. Die Bürgerinnen und Bürger sind die ersten, die betroffen sind, also müssen sie auch die ersten sein, die handeln.
Themen Tigermücke Invasive Schadensorganismen
Projektlaufzeit 01.01.2026-31.12.2028
Status LAUFEND
EU-Projektträger Université de Strasbourg
Schweizer Projektverantwortlicher Schweizerisches Tropen- und Public Health-Institut TPH
Projektbeteiligte Agence Régionale de Santé Grand Est Amt für Umweltschutz und Energie des Kantons Basel-Landschaft Collectivité Européenne d'Alsace Eurométropole de Strasbourg Institut National de la Santé et de la Recherche médicale Kanton Basel-Landschaft Kanton Basel-Stadt Kanton Jura Kantonales Laboratorium Basel-Stadt Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald Landkreis Germersheim Landkreis Ortenau Landkreis Rastatt Saint-Louis Agglomération Stadt Weil am Rhein Syndicat de Lutte contre les Moustiques du Bas-Rhin Ville de Huningue Mehr anzeigen
Interreg-Ziel E1: Verbesserung der Effizienz der öffentlichen Verwaltungsstellen durch Förderung ihrer Zusammenarbeit auf den Gebieten Recht und Verwaltung sowie der Zusammenarbeit zwischen Bürgern, den Akteuren der Zivilgesellschaft und den Institutionen, insbesondere mit dem Ziel der Beseitigung rechtlicher und sonstiger Hindernisse in Grenzregionen
Regionen Département du Bas-Rhin Département du Haut-Rhin Deutschland Elsass Frankreich Kanton Basel-Landschaft Kanton Basel-Stadt Kanton Jura Nordwestschweiz Région Grand Est Schweiz Mehr anzeigen
Budget
Gesamtbudget € 1'822'131.06
Schweizer Budget CHF 389'990.00
Schweizer Budget CHF 389'990.00
Finanzierung
EFRE € 859'284.64
Frankreich € 355'184.42
Deutschland € 217'672.00
Frankreich € 355'184.42
Deutschland € 217'672.00
Details zur Schweizer Ko-Finanzierung
Kanton Basel-Landschaft CHF 75'000.00
Kanton Basel-Stadt CHF 100'000.00
Kanton Jura CHF 10'000
Amt für Umweltschutz und Energie Basel-Landschaft CHF 24'000.00
Medizinische Dienste Basel-Stadt CHF 24'995.20
Schweizerisches Tropen- und Public Health-Institut CHF 155'994.80
Kanton Basel-Stadt CHF 100'000.00
Kanton Jura CHF 10'000
Amt für Umweltschutz und Energie Basel-Landschaft CHF 24'000.00
Medizinische Dienste Basel-Stadt CHF 24'995.20
Schweizerisches Tropen- und Public Health-Institut CHF 155'994.80