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17.02.2026
Erstes Interreg VI-Projekt im Weinbau erfolgreich zu Ende gegangen
Der Klimawandel setzt dem Weinbau zu: Hitze und Trockenheit mindern Erträge und beeinflussen die Weinqualität. In einem dreijährigen Projekt erforschte ein trinationales Team Anpassungsstrategien. Mit entsprechenden Merkblättern kann der Weinbausektor nun bei der Anpassung an den Klimawandel und an dessen Folgen besser unterstützt werden.
Auf Schweizer Seite öffneten das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) und die kantonalen Landwirtschaftszentren aus der Nordwestschweiz das Fenster zur Praxis dieses am Oberrhein starken Wirtschaftszweigs: Auf sechs Betrieben wurden direkt im Rebberg Daten gesammelt, die dem Projekt wichtige Erkenntnisse über die Klimaresilienz von bestehenden Rebsorten liefert. Stoffwechselprofile von empfindlichen und robusten Sorten wurden verglichen, um herauszufinden welche Anpassungen im Stoffwechsel der Rebe helfen könnten, Stress auszuhalten. Weiter untersuchte das FiBL ein neues Biostimulans auf Kalzium-Silikat-Basis. Es soll die Pflanzen stärken und klimatische Stresssymptome abmildern. In Gewächshausversuchen wurde am FiBL über den Einfluss der Wurzelunterlage bei Trockenstress gearbeitet und erste wertvolle Ergebnisse gewonnen, die zukünftige Projekte anstossen können.
Auf mehreren Ebenen wurde mit den Partnern aus Baden und dem Elsass zusammengearbeitet. So konnten etwa dank des Projekts biochemische und physiologische Parameter verglichen werden, um ein umfassendes Bild über den Zustand der Pflanze durch Stressbehandlungen zu erhalten. Es fand folglich nicht nur ein reger Wissensaustausch statt, sondern auch eine intensive praktische Zusammenarbeit, die sich in Zukunft weiter ausbauen lassen können.
Weitere Informationen zum Projekt Kliwiresse finden Sie hier.
Foto: Manasi Nabar, Doktorandin am Karlsruher Institut für Technologie, sammelt Proben im Weinberg am FiBL (© FiBL)
