MANIFESTATIONS

28 oct. 2014

Podium zur ECOPOP-Initiative

Die Podiumsdiskussion zum Thema "ECOPOP - nötige Selbstbeschränkung oder gefährliche Sackgasse" fand statt am 28. Oktober um 18h30 in Basel.

Es bestehe zwar die Notwendigkeit, für Umwelt- und Nachhaltigkeitsfragen Lösungen zu finden, aber ECOPOP sei dafür der falsche Weg, so der Tenor der Podiumsdiskussion, die die REGIO BASILIENSIS, die Komitees beider Basel "ECOPOP NEIN" und der Neuen Europäischen Bewegung Schweiz (NEBS) Sektion Basel Ende Oktober organisiert hatten. Auf dem Podium diskutierten Matthias Leuenberger, Delegierter Novartis Schweiz, Inés Mateos, Diversitätsexpertin, Herr Pierre-Alain Niklaus, Co-Autor des Buches „Die unheimlichen Ökologen“ und Andreas Thommen von ECOPOP die Stossrichtungen der Initiative.
Unter der Leitung von Matthias Zehnder, Chefredaktor der Tageszeitung bz Basel wurde insbesondere die Fragen "Wie viele Menschen braucht die Schweiz?" und welche Konsequenzen eine Annahme der Vorlage für die Wirtschaft und die Bevölkerung hätte, diskutiert.

Von Seiten der ECOPOP-Gegner wurde während der Podiumsdiskussion vor allem kritisiert, wie die Schweiz ohne regen Austausch von Arbeitskräften mit dem Ausland und mit begrenzter Zuwanderung funktionieren soll. Ebenso als fragwürdig wurde die These der Initianten eingestuft, dass, die Schweiz auf ein bestimmtes Mass an Wohlstand verzichten könnte.

Die ECOPOP-Initiative, die am 30. November zur Abstimmung kommt, verlangt eine Beschränkung der Zuwanderung auf 0.2 Prozent pro Jahr. Zudem sollen 10% der Schweizer Entwicklungshilfegelder in freiwillige Familienplanungsprogramme fliessen. Die tiefe und starre Zuwanderungsquote pro Jahr wäre ein starres Korsett, das der Schweiz jeden Spielraum nehmen würde. Ausserdem würde eine Annahme der Initiative auch die aktuellen Bemühungen unterlaufen, tragfähige Lösungen für die Personenfreizügigkeit mit der EU zu erarbeiten.

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