Suisse-UE

06 novembre 2026

Wohnungsknappheit in Agglomerationen – Erkenntnisse aus europäischen Vergleichsregionen

Zusammenarbeit, verbindliche Ziele und finanzielle Anreize können dazu beitragen, die Wohnungsknappheit auf regionaler Ebene anzugehen. Zu diesem Schluss kommt eine vom Bundesamt für Raumentwicklung ARE initiierte Studie, die die europäischen Vergleichsregionen Lille, Salzburg, Hannover, München und Gent untersucht hat. Ein Kurzbericht bündelt die Ergebnisse und formuliert konkrete Impulse für die Schweiz.

Viele urbane Regionen in Europa ringen um ausreichend und insbesondere bezahlbaren Wohnraum und verfügen bereits über Erfahrungen im Umgang mit dieser Herausforderung. Die Studie macht deutlich, dass sich der Blick über die Grenzen lohnt – und zwar weniger auf die grossen Metropolen als auf Regionen, die in Grösse und Problemdruck mit Schweizer Agglomerationen vergleichbar sind.

Die Ausgangslage ist vielerorts ähnlich: Die Nachfrage nach Wohnraum steigt, die Flächen in den Zentren sind begrenzt und eine verbindliche regionale Koordination fehlt weitgehend. Die Fallstudien zeigen, wie sich die Wohnraumnachfrage zunehmend auf benachbarte und auch weiter entfernte Gemeinden verlagert – hauptsächlich als Folge des knappen Angebots in den städtischen Zentren. Damit gehen Verdrängungseffekte zulasten anderer Gebiete und eine Zunahme des Pendelverkehrs einher. Der Wohnungsdruck verändert so die Dynamik der Flächennutzung und verschärft soziale und räumliche Ungleichheiten.
 
Download der Studie und weitere Informationen

 

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