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03 octobre 2017

Vernehmlassung zum Bahnausbau bis 2035 eröffnet - Herzstück Basel nicht berücksichtigt

Der Bundesrat will bis 2035 für Bahnausbauten 11,5 Milliarden Franken in den Ausbau des Bahnverkehrs stecken.

Mit dem Ausbauschritt 2035 soll das Angebot auf überlasteten Strecken sowohl im Fern- als auch im S-Bahnverkehr weiter verdichtet und damit an die stark steigende Nachfrage angepasst werden. Zwischen Bern und Zürich kann der Viertelstundentakt eingeführt werden. Die Vorlage geht nun in die Vernehmlassung.

Das Herzstück des Bahnknotens Basel findet in den Plänen des Bundes bis 2035 keinen Platz. Die Akteure in der Regio Basel sind nun gefordert sich für dieses Schlüsselprojekt einzusetzen. Das Herzstück ist das zentrale Vorhaben zur Vernetzung der regionalen und nationalen Bahninfrastrukturen im Raum Basel. Seine Realisierung ist die Voraussetzung dafür, dass die heute untereinander nur unzulänglich verbundenen Regionalverkehrslinien in der Nordwestschweiz, in Südbaden und im Elsass zusammenwachsen und zu einem echten S-Bahnnetz mit Durchmesserlinien werden. Das Herzstück ist der Missing Link im Bahnnetz der Agglomeration und schliesst die Lücke im historisch gewachsenen Eisenbahnnetz der Dreiländerregion. 

In der Region Basel sollen gemäss Bundesrat unter anderem der Bahnanschluss zum Euro-Airport oder der Doppelspurausbau im Laufental realisiert sowie die Hochrheinstrecke zwischen Basel und Schaffhausen elektrifiziert werden. Infrastrukturausbauten im Ausland sind grundsätzlich Sache der dortigen Besteller. Diese haben für eine Finanzierungsmöglichkeit in ihren Ländern zu sorgen. Bei den ausgewählten Modulen entstehe jedoch ein erheblicher Nutzen auch für die Schweiz. Vorderhand sind für den Ausbauschritt 2030/35 ca. 100 Millionen als Beitrag der Schweiz für diese Massnahmen oder Studien eingestellt. Als Grundlage für spätere Verhandlungen wird der Nutzen dieser Module für die Schweiz zurzeit ermittelt. Für den Angebotsausbau der Hochrheinstrecke liegt bereits eine Studie aus dem Jahr 2013 vor. Die Ergebnisse der Analyse des Nutzens für die die Taktverdichtung Basel Badischer Bahnhof–Lörrach (D) sowie des Angebotsausbaus Basel SBB–Euroairport Basel/Mulhouse/Freiburg werden voraussichtlich Ende 2017 vorliegen. Aufgrund der Ergebnisse kann gemäss Vernehmlassungsvorlage des Bundesrats die Mitfinanzierung von einzelnen Modulen und die angemessene Höhe des Beitrages der Schweiz im Rahmen von Verhandlungen vorgeschlagen werden.

Weitere Informationen zum Bahnausbau 2035 und zur Vernehmlassungsvorlage des Bundesrats 

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