Regio Basiliensis

17 novembre 2021

Regio-Reise nach Berlin

Eine Delegation der Regio Basiliensis besuchte am 28. und 29. Oktober 2021 die deutsche Hauptstadt und traf Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung. Sie leistete damit einen Beitrag zu verbesserten Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU, diskutierte Themen und Anliegen aus der Grenzregion am Oberrhein und erhielt eine Einschätzung der Auswirkungen der Bundestagswahl auf die Zusammenarbeit der Schweiz und Deutschlands.  

Nachdem die Durchführung einer Regio-Reise nach Berlin 2020 aufgrund der Pandemie gescheitert war, konnte im Oktober 2021 eine Delegation der Regio Basiliensis nach Berlin reisen. 

Während zwei Tagen knüpfte die Delegation der Regio Basiliensis aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft Kontakte. Sie tauschte sich mit dem Schweizer Botschafter in Berlin, Dr. Paul R. Seger, zu den angespannten Beziehungen der Schweiz und der EU aus. Dieser führte aus, dass «der Austausch mit Deutschland zurzeit sehr wichtig ist, nicht zuletzt, um nach dem Abbruch der Verhandlungen zum institutionellen Rahmenabkommen die schweizerische Europapolitik darzulegen.» Er fuhr fort: «Um insbesondere den grenzüberschreitenden Dialog zwischen der Schweiz und Deutschland zu vertiefen und auf die politische Ebene anzuheben, soll eine Gesprächsplattform mit deutschen und schweizerischen politischen Akteuren entstehen. Dabei sollen die Grenzregionen stark miteinbezogen werden, um deren spezifische Bedürfnisse aufzunehmen.» 

Auch der neu gewählten Bundestagsabgeordneten aus Lörrach, Diana Stöcker, liegt die trinationale Region sehr am Herzen: «Die Kooperation und der Austausch im Dreiland müssen weiter ausgebaut und gepflegt werden, denn das erleichtert die Zusammenarbeit und baut bürokratische Hemmnisse ab. Diese konkreten Erfahrungen können dann auf das grosse Ganze übertragen werden.» Als bisherige Bürgermeisterin von Rheinfelden (D) und Vizepräsidentin des Districtsrats des Trinationalen Eurodistrict Basel (TEB) möchte sie sich in Berlin für die Interessen der Grenzregion einsetzen. 

Dr. Ben Behmenburg, Referatsleiter Grenzüberschreitende regionale Zusammenarbeit im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI), sprach über das grenzüberschreitende Verhältnis zwischen Deutschland und der Schweiz, auch im Vergleich zu anderen Grenzregionen Deutschlands und vor dem Hintergrund der Pandemie. Er betonte, er könne die Bedenken, die während der Grenzschliessung im Frühjahr 2020 aufkamen, gut nachvollziehen. 

Auch für Melanie Vogelbach, Leiterin des Bereichs Internationale Wirtschaftspolitik und Aussenwirtschaftsrecht des Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) ist die Coronapandemie nach wie vor ein wichtiges Thema. Die aktuelle DIHK-Konjunkturumfrage vom Herbst 2021 zeigt, dass sich deutsche Unternehmen vor allem um den Fachkräftemangel sowie um die steigenden Energie- und Rohstoffpreise sorgen – verschärft durch die Coronapandemie. 

Staatssekretär Rudi Hoogvliet, Bevollmächtigter des Landes Baden-Württemberg beim Bund, betonte die wichtigen Handelsbeziehungen zur Schweiz und den zukünftigen hohen Stellenwert der Digitalisierung und der Nachhaltigkeitsthemen. 

Zudem gaben Botschaftsrat Alexander Homann, Leiter der Vertretung Ostbelgiens von der Belgischen Botschaft in Berlin, und Herr Martin Guillermo-Ramirez, Generalsekretär der Arbeitsgemeinschaft Europäischer Grenzregionen (AGEG), bei der die Regio Basiliensis Gründungsmitglied ist, einen Einblick in ihre Tätigkeiten und ermöglichten die Betrachtung wichtiger Regio-Themen aus der gesamteuropäischen und Brüsseler EU-Perspektive. 

Zur Medienmitteilung$

Foto: Die Delegation der Regio Basiliensis traf sich zum Austausch mit Botschafter Dr. Paul Seger und MdB Diana Stöcker in der Schweizerischen Botschaft in Berlin.

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