Suisse-UE

25 septembre 2026

Offene Grenzen, sichere Schweiz: Bundesrat zieht positive Bilanz zu Schengen/Dublin

Die Schweiz profitiert wirtschaftlich und sicherheitspolitisch erheblich von Schengen/Dublin. Das zeigt ein Bericht, den der Bundesrat am 18. September 2026 verabschiedet hat.

Ein Wegfall der Assoziierung könnte das Bruttoinlandprodukt 2035 um bis zu 3,9 Prozent senken, mit einem Einkommensverlust von bis zu 1300 Franken pro Kopf und Jahr. Die Schweizer Grenze würde zur Schengen-Aussengrenze: Nachbarstaaten müssten sämtliche Ein- und Ausreisen kontrollieren, und auch die Schweiz müsste ihre Grenzinfrastruktur massiv ausbauen. Grenzgängerinnen und Grenzgänger verlören dadurch an jedem Werktag 422’000 Stunden im Stau, was Kosten von 1,08 bis 2,27 Mrd. Franken verursachen würde. Die Zahl der Grenzgängerinnen und Grenzgänger könnte um bis zu 60 Prozent sinken. Besonders betroffen wären Gastronomie und Pflege. Auch der Tourismus würde leiden: Weil visumspflichtige Gäste ein separates Schweizer Visum bräuchten, drohten Mindereinnahmen zwischen 320 und 810 Mio. Franken. Im Asylbereich müsste die Schweiz ohne Dublin auch Gesuche prüfen, die bereits in anderen Dublin-Staaten gestellt wurden, mit Mehrkosten von 166 bis 824 Mio. Franken.

Der sicherheitspolitische Nutzen der Assoziierung lässt sich nicht beziffern. Allein im Schengener Informationssystem erzielten die Sicherheitsbehörden 2025 knapp 40’000 für die Schweiz relevante Treffer zu gefährlichen oder kriminellen Personen. Dieses Sicherheitsniveau liesse sich selbst mit erheblichen zusätzlichen Mitteln nicht vollständig ersetzen.

Der vollständige Bericht des Bundesrats ist hier abrufbar. 

 

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