Programmes de coopération, Interreg, NPR
21 septembre 2026
Interreg Oberrhein vor neuer Förderperiode
Die sechste Förderperiode von Interreg Oberrhein mit bislang 98 geförderten Projekten neigt sich dem Ende zu. Für das Folgeprogramm 2028–2034 stecken Gremien und Behörden auf EU-Ebene sowie das Interreg-Sekretariat schon mitten in den Vorarbeiten. Personen, die an der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit am Oberrhein interessiert sind, können sich aktiv in die neue Förderstrategie einbringen.
Das Programm Interreg Oberrhein führte in den letzten Monaten verschiedene Vorarbeiten und Evaluationen für die neue Programmstrategie 2028–2034 durch. Über den Sommer fanden einerseits neun thematische, partizipative Workshops zu mittelfristigen Kooperationspotenzialen statt, andererseits wurde den Verwaltungsstellen der involvierten Programmpartner eine Umfrage zu den künftigen Herausforderungen, Chancen und möglichen Kooperationsprojekten zugestellt. Auf diesen Grundlagen sowie auf einem von der EU-Kommission erstellten sogenannten Border Orientation Paper mit empfohlenen Fokusthemen erarbeitet das Interreg-Sekretariat einen Katalog von Massnahmenarten, der ab Ende Jahr einer breiten, oberrheinweiten Vernehmlassung unterzogen wird.
Nach weiteren Abstimmungsrunden soll das Programm im Sommer 2027 erstmals bei der Kommission eingereicht werden. Angenommen wird es erst, nachdem die entsprechenden EFRE-/Interreg-Verordnungen veröffentlicht worden sind, was im vierten Quartal 2027 der Fall sein dürfte. Voraussetzung dafür ist, dass sich Rat, Parlament und Kommission der Europäischen Union bis dahin auf die entsprechenden Gesetzestexte und den Mehrjährigen Finanzrahmen der EU für die Jahre 2028–2034 einigen. Der Start der neuen Periode VII mit der Prüfung und Genehmigung erster Projekte ist aktuell für die zweite Jahreshälfte 2028 vorgesehen.
Bereits bestätigt hat der Begleitausschuss, dass das Programmgebiet für die Förderperiode 2028–2034 unverändert bleibt. Damit stützt sich das Programm auch in Zukunft auf einen gemeinsamen Kooperationsraum, der eng mit den bestehenden Strukturen am Oberrhein – insbesondere der Oberrheinkonferenz und der Trinationalen Metropolregion – verbunden ist und so die Kontinuität der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit gewährleistet.
Programmseitig ist die ad hoc-Gruppe Interreg 2027+ seit Ende 2025 mit der Vorbereitung der kommenden Programmperiode betraut. Die IKRB nimmt für die fünf Nordwestschweizer Kantone Einsitz in dieser Arbeitsgruppe. Ein wichtiges Anliegen ist hier die Positionierung zum von der EU-Kommission neu geforderten leistungsbasierten Ansatz und, damit zusammenhängend, eine möglichst einfache administrative Umsetzung auf Programm- und Projektebene.
Webinar (Englisch) zu Einzelheiten der Vorbereitung für die nächste Interreg-Förderperiode am Freitag, 25. September 2026 von 10.00 bis 12.00 Uhr