Europe

13 octobre 2026

Europäische Union will Krisenkommunikation verbessern

Die EU-Kommission hat die Einrichtung eines neuen Krisenkommunikationssystems vorgeschlagen, um Einsatzkräften sichere und stabile Kommunikationskanäle zur Verfügung zu stellen. Das System soll in der gesamten EU und in den mit dem Schengen-Raum assoziierten Ländern eingesetzt werden und alle Notfalldienste abdecken: Strafverfolgungsbehörden, Feuerwehr, Katastrophenschutz und medizinische Notfalldienste.

Den Vorschlag hat die Kommission Ende September in einer Mitteilung vorgelegt. Die Kommunikationsfähigkeit der Einsatzkräfte ist derzeit eingeschränkt, weil die verschiedenen Systeme nicht miteinander verbunden sind und nicht grenzüberschreitend funktionieren. Das geplante EU-System soll dies ändern und es den europäischen Ersthelfern ermöglichen, über Grenzen hinweg nahtlos und in Echtzeit zu kommunizieren und zusammenzuarbeiten, wann und wo immer dies erforderlich ist, um Kriminalität zu bekämpfen, Leben zu retten und auf Krisen zu reagieren.

Dabei sollen die bisherigen Funksysteme auf Breitbandtechnologien wie 5G umgestellt werden. So sollen Daten, Videos, Nachrichten und Standortinformationen in Echtzeit über ein einziges sicheres Gerät ausgetauscht werden können. Verschlüsselung und ein klares Nutzungsprotokoll sollen das System vor Cyberangriffen schützen. Zudem plant die Kommission zwei Überwachungszentren, die zum einen ein widerstandsfähiges Glasfasernetz bereitstellen und zum anderen die Mitgliedstaaten bei der Cybersicherheit unterstützen sollen.

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