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31 octobre 2018

Erasmus+: EU-Kommission legt Kriterien für Europäische Universitäten fest

Die Europäische Kommission hat Ende Oktober 2018 die Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen 2019 für Erasmus+ veröffentlicht. Von den für das kommende Jahr veranschlagten 3 Mrd. Euro sollen 30 Mio. Euro für sogenannte Europäische Hochschulen bereitgestellt werden.

Alle öffentlichen oder privaten Einrichtungen in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport können im Rahmen der Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen 2019 für Erasmus+ Fördermittel beantragen. Zusammen mit der Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen hat die Kommission auch den Programmleitfaden „Erasmus+“ veröffentlicht. Im Zuge der Schaffung eines europäischen Bildungsraums bis 2025 schlägt die Kommission vor, Europäische Hochschulen bzw. Hochschul-Netzwerke in der EU einzurichten. In einem ersten Schritt sollen im Rahmen eines Pilotprogramms sechs europäische Hochschulallianzen unterstützt werden. Dadurch soll sich eine europäische Identität entwickeln, und zugleich Exzellenz gefördert werden, sodass die Hochschuleinrichtungen in Europa wettbewerbsfähiger werden. 

Die Idee, europäische Universitäten einzurichten, geht auf den Vorschlag von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zurück. Er strebt bis 2024 ein Netzwerk von 20 Europäischen Universitäten an. Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten diese Idee Ende 2017 aufgegriffen. Die am Oberrhein bereits bestehende Kooperation von fünf Universitäten, der European Campus, will sich zu einer der geplanten Europäischen Universitäten entwickeln. Zu dem vor fast 30 Jahren gegründeten Universitätsverbund gehören heute die Universitäten Freiburg, Basel, Strasbourg und Mulhouse-Colmar sowie das Karlsruher Institut für Technologie. An ihnen forschen 15'000 Menschen, streben 11'000 Männer und Frauen einen Doktortitel an und studieren mehr als 120’000 junge Leute. Forschungsschwerpunkte sind Quantenphysik und -technologien, Präzisionsmedizin, Nachhaltigkeits- und Kulturwissenschaften.

Programmleitfaden "Erasmus+"

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