Europe
14 avril 2026
Bericht 2025 zur Arbeitskräftemobilität in der EU erschienen
Der Bericht liefert aktuelle Einblicke in die Entwicklungen der Arbeitskräftemobilität in den Ländern der Europäischen Union (EU) und der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) auf der Grundlage von Daten für die Jahre 2023 und 2024. Die Zahl der Grenzgängerinnen und Grenzgänger ist europaweit leicht gestiegen.
Die freie Mobilität von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ist ein Kernelement des europäischen Binnenmarktes. Sie birgt das Potenzial, einen Beitrag zur Aufwärtskonvergenz der Mitgliedstaaten der Europäischen Union zu leisten. Gleichzeitig bestehen Befürchtungen, dass die Arbeitnehmerfreizügigkeit innerhalb der EU der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung einzelner Mitgliedstaaten mehr schadet als nützt und dass die Wohlfahrtseffekte der freien Arbeitskräftemobilität sowohl zwischen als auch innerhalb der Mitgliedstaaten sehr ungleich verteilt sind.
Die Analyse der Arbeitskräftemobilität 2025 umfasst die Mobilität aller EU-Bürgerinnen und EU-Bürger im erwerbsfähigen Alter von 20 bis 64 Jahren. Dargestellt werden die Bewegungen und Merkmale der mobilen Bevölkerung in der EU und der EFTA sowie die Integration von EU-Zuwanderinnen und EU-Zuwanderern und die Dauer von Mobilitätsaufenthalten. Die Zahl der Grenzgängerinnen und Grenzgänger in der EU belief sich im Jahr 2024 auf rund 1,87 Millionen, was einem Anstieg von 2 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Frankreich blieb mit 460 000 Grenzgängerinnen und Grenzgängern das wichtigste Herkunftsland, obwohl dies im Vergleich zu 2023 einen leichten Rückgang (-1 %) bedeutete. Es folgte Polen mit 258 000 Grenzgängerinnen und Grenzgängern, was einen bemerkenswerten Anstieg um 13 % widerspiegelt, und überholte damit Deutschland, das 248 000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verzeichnete (Rückgang um 1,1 %). Fast die Hälfte der französischen Grenzgängerinnen und Grenzgänger war in EFTA-Ländern beschäftigt, insbesondere in der Schweiz. Deutschland und die Schweiz blieben mit 424 000 bzw. 409 000 Grenzgängerinnen und Grenzgängern die wichtigsten Zielländer, wobei beide Zahlen gegenüber 2023 gestiegen sind.
Der Anteil der Zuziehenden, die sich langfristig niederlassen, nimmt zu. Nach einer Phase hoher Mobilität in den 2000er- und frühen 2010er-Jahren sank der Anteil der EU-Zuwanderinnen und EU-Zuwanderer, die weniger als 10 Jahre in ihrem Aufnahmeland leben, von 53 % im Jahr 2012 auf 46 % im Jahr 2019 und 43 % im Jahr 2024. Dieser Trend spiegelt die allmähliche Konsolidierung früherer Mobilitätswellen sowie eine zunehmende Verlagerung hin zur langfristigen Niederlassung wider.
