Transports et mobilité
30 janvier 2026
Verkehr 2045: Bundesrat skizziert Zukunft der Schweizer Infrastruktur
Der Bundesrat hat Ende Januar erste Eckwerte für den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur bis 2045 präsentiert. Er will damit Kapazitäten auf der Schiene erhöhen, Engpässe auf der Nationalstrasse reduzieren und Verkehrsprojekte in Agglomerationen fördern.
Mit der Vernehmlassungsvorlage «Verkehr ‘45» sollen die Kapazitäten auf der Schiene erhöht, Engpässe auf der Nationalstrasse reduziert und Verkehrsprojekte in Agglomerationen gefördert werden. Der Bundesrat will damit erstmals den Infrastrukturausbau über alle Verkehrsträger in einer gemeinsamen Vorlage bündeln.
Der Bundesrat will das Bahnangebot schrittweise weiterentwickeln. Das ursprünglich geplante Herzstück Basel ist gemäss Bundesrat in der heutigen Form weder innert nützlicher Frist noch zu angemessenen Kosten umsetzbar. Gemeinsam mit den Kantonen Basel-Landschaft und Basel-Stadt wird eine alternative Lösung für eine Durchmesserlinie mit Tiefbahnhof Basel SBB erarbeitet. Eine erste Etappe dieser Lösung soll dem Parlament ebenfalls im Jahr 2031 vorgelegt werden.
Um Engpässe zu beseitigen, Staustunden zu senken und Ausweichverkehr zu verhindern, will der Bundesrat auch das Nationalstrassennetz schrittweise weiterentwickeln. Vorrang erhalten gemäss Mitteilung des Bundesrates Projekte mit hohem Nutzen und rascher Umsetzbarkeit. Der Bundesrat plant dabei den Rheintunnel (ca. 1,9 bis 2,4 Mrd. Fr.) für den Realisierungshorizont 2045 ein. Er soll den Durchgangsverkehr vom städtischen Netz trennen und die Osttangente entlasten.
Der Ausbau von Schiene und Strasse wird zudem durch das Programm Agglomerationsverkehr ergänzt. Damit unterstütze der Bund eine koordinierte Verkehrs- und Siedlungsentwicklung in den Ballungsräumen, so der Bundesrat.
