Relations extérieures de la Suisse

16 janvier 2026

Föderalismus und Mehrsprachigkeit: Schweizer Kantone und Ostbelgien starten regelmässigen politischen Dialog

Die Schweizer Kantone und die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens verfügen über vergleichbare Erfahrungen im Umgang mit föderalen Strukturen und Mehrsprachigkeit. Vor diesem Hintergrund haben sie beschlossen, den gegenseitigen Austausch zu institutionalisieren und künftig regelmässig zu vertiefen.

Am 9. Januar 2026 unterzeichneten Markus Dieth, Präsident der Konferenz der Kantonsregierungen (KdK), Florence Nater, Präsidentin der ch Stiftung für eidgenössische Zusammenarbeit, und Oliver Paasch, Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, in Interlaken (BE) eine entsprechende Absichtserklärung.

Die Unterzeichnenden betonten die Bedeutung von Föderalismus und Mehrsprachigkeit für demokratische Mitwirkung, politischen Zusammenhalt und stabile staatliche Strukturen. Gleichzeitig hoben sie den Nutzen eines strukturierten Informations- und Erfahrungsaustauschs sowie einer verstärkten grenzüberschreitenden Zusammenarbeit hervor.

Die Absichtserklärung sieht einen regelmässigen Austausch sowie mindestens alle zwei Jahre ein Treffen auf Exekutivebene vor. Thematisch stehen übergeordnete föderalismusrelevante Fragestellungen im Zentrum, darunter Mehrsprachigkeit und kulturelle Vielfalt, der Austausch von Best Practices sowie aktuelle Entwicklungen in den föderalen Systemen der Schweiz und Belgiens.

Weitere Diskussionspunkte betreffen die Rolle der Kantone und der Deutschsprachigen Gemeinschaft im Verhältnis zur Europäischen Union sowie mögliche Formen der Zusammenarbeit zwischen föderalen Gliedstaaten.

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Bild: Florence Nater, Olivier Paasch und Markus Dieth © Raphael Hadad

 

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