Bildung und Wirtschaft

Unsere Ziele als Verein

Wir stärken das grenzüberschreitende Unternehmertum, die Innovationskraft und eine diversifizierte Wirtschaftsstruktur und fördern Vernetzung von Wirtschaft, Bildung und Forschung (Wissens- und Technologietransfer, Symposien, Netzwerke).

Unsere Aktivitäten als Verein

  • Wir geben Impulse und beziehen in den Jahren 2015 und 2016 Position zur Personenfreizügigkeit und den Bilateralen Verträgen CH-EU.
  • Wir stärken die grenzüberschreitende Vernetzung von Schule und Wirtschaft durch Weiterentwicklung des Pilotprojekts "grenzüberschreitende Berufspraktika für Lehrerinnen und Lehrer".


Unsere Aktivitäten als Koordinationsstelle

Die Interkantonale Koordinationsstelle bei der Regio Basiliensis (IKRB) nimmt im Auftrag der Nordwestschweizer Kantone Einsitz zu diesen Themen in den Arbeitsgremien der Oberrheinkooperation (Oberrheinkonferenz, Interreg, Neue Regionalpolitik, Trinationaler Eurodistrict Basel, INFOBEST PALMRAIN) und koordiniert jeweils die Interessen der Schweizer Delegation.

  • Wir unterstützen die Öffentlichkeitsarbeit für das Projekt Euregio-Zertifikat und mobilisieren Schweizer Unternehmen, sich an dem Projekt zu beteiligen.
  • Wir haben im Jahr 2015 die Weiterbildungswebseite "TRIFOB" fertig gestellt. 
  • Wir nehmen Einsitz in der Arbeitsgruppe Wirtschaftspolitik und der Arbeitsgruppe Erziehung und Bildung der Oberrheinkonferenz.  
  • Wir unterstützen grenzüberschreitende Projektideen in den Bereichen Aus- und Weiterbildung, Tourismus, KMU sowie Wissens- und Technologietransfer im Hinblick auf eine Förderung durch Interreg/NRP. 

Bildung
Wirtschaft

Bildung

Die zweisprachige Oberrheinregion zeichnet sich im Bereich "Wissenschaft und Bildung" durch eine einzigartige Vielfalt bei höchster Qualität aus. Die oberrheinische Wissenschaftslandschaft ist mit Universitäten, Hochschulen, Fachhochschulen und Forschungseinrichtungen eine der leistungsstärksten Regionen Europas. Sie zählt rund 167.000 Studierende und zahlreiche Beschäftigte in Forschung und Lehre sowie in wissenschaftsnahen Bereichen​.

Kooperation und Austausch
Die wichtigsten Projekte

Kooperation und Austausch

Arbeitsgruppe Bildung und Erziehung

Grenzüberschreitend besteht seit 1993 die Arbeitsgruppe Bildung und Erziehung der Deutsch-französisch-schweizerischen Oberrheinkonferenz. Mit Hilfe eines geordneten Informations- und Erfahrungsaustausches und durch die Förderung der Zweisprachigkeit sorgt sie für eine Annäherung der Schulsysteme und Lehrgänge in der Berufsbildung.

Um (Grenz-)linien zu überwinden, ist es erforderlich, eine räumliche Zusammengehörigkeit zu entwickeln. Hierfür ist die Mehrsprachigkeit gleichzeitig Voraussetzung und wichtigstes Förderinstrument. Im Jahr 2002 verabschiedete die Oberrheinkonferenz einstimmig eine Erklärung zur Förderung der Mehrsprachigkeit im Oberrheingebiet. Damit brachte sie den klaren Willen zum Ausdruck, das Oberrheingebiet in seiner Gesamtheit zu einer mehrsprachigen Region zu entwickeln.

Dreiländerkongress "Bildung, Forschung und Innovation"

Der 12. Dreiländerkongress am 2. Dezember 2010, organisiert durch die Regio Basiliensis, befasste sich mit der Thematik "Bildung, Forschung und Innovation". Ziel war es, die Wissens- und Innovationsregion am Oberrhein weiterzuentwickeln.
http://dlk12.regbas.ch/home.html

Die wichtigsten Projekte

Euregio-Zertifikat

Grenzüberschreitende Qualifizierung am Oberrhein für Lehrlinge und Lehrtöchter
www.euregio-zertifikat.de

Grenzüberschreitende Berufsbildung

Eine grenzüberschreitende Erfahrung in der Ausbildung bietet viele Vorteile. Neben den Sprachkenntnissen lernt man andere Arbeitsmethoden und -techniken kennen. Absolventen von grenzüberschreitenden Programmen sind mobil und damit für Arbeitgeber attraktiv. Finden Sie hier die derzeitigen Angebote für eine grenzüberschreitende Berufsausbildung:
Factsheet
 

Triprocom

Unter dem Motto "Sprache verbindet" förderte das Interreg IV Projekt "TRInationale PROfessionnelle COMmunikation" (TriProCom) die Zusammenführung von Fremdsprachenunterricht und Berufsorientierung in der schulischen Ausbildung. Das Projekt bot Schülerinnen und Schülern bis zum 31.12.2013 Unterstützung und Informationen für grenzüberschreitende Schülerbegegnungen, Betriebsbesichtigungen und Kurzzeitpraktika.     
www.triprocom.org

Oberrheinische Lehrertage

Regelmässiges Treffen der Lehrkräfte zwecks Förderung des Erfahrungsaustausches.
Sie sind ein Produkt der Arbeitsgruppe Erziehung und Bildung der D-F-CH Oberrheinkonferenz.

Deutsch-Französisches Gymnasium Freiburg 

Binationale und bikulturelle Begegnungsschule mit besonderem Status auf der Grundlage des Deutsch-Französischen Vertrages von 1963.
www.dfglfa.net

Dr. Manuel Friesecke
Regio Basiliensis
manuel.friesecke@regbas.ch

Wirtschaft

Grenzhindernisse für Unternehmen und Privatpersonen sind mit der Öffnung des Europäischen Binnenmarktes 1993 und den Bilateralen Verträgen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union gefallen. Eine positive Entwicklung für Wirtschaft und Arbeitsmarkt, die es fortzuführten gilt. Das Thema Personenfreizügigkeit spielt hier eine wichtige Rolle.

Personenfreizügigkeit Schweiz-EU
Kooperation und Austausch
Exemplarische Kooperationsprojekte im Bereich Wirtschaft
 

Personenfreizügigkeit Schweiz-EU

Die Schweiz kennt bei der Zulassung ausländischer Arbeitskräfte ein duales System. Erwerbstätige aus den EU-/EFTA-Staaten können vom Personen-Freizügigkeitsabkommen profitieren. Aus allen anderen Staaten werden in beschränktem Ausmass lediglich Führungskräfte, Spezialistinnen und Spezialisten sowie qualifizierte Arbeitskräfte zugelassen.

Was bedeutet Personenfreizügigkeit?

Mit dem bilateralen Freizügigkeitsabkommen (FZA) erhalten Staatsangehörige der Schweiz und der EU-Mitgliedstaaten grundsätzlich das Recht, Arbeitsplatz bzw. Aufenthaltsort innerhalb der Staatsgebiete der Vertragsparteien frei zu wählen. Voraussetzung ist, dass sie über einen gültigen Arbeitsvertrag verfügen, selbstständig erwerbend sind oder – bei Nichterwerbstätigen – ausreichende finanzielle Mittel nachweisen können und umfassend krankenversichert sind. Ergänzt wird die Personenfreizügigkeit durch die gegenseitige Anerkennung von Berufsqualifikationen und die Koordinierung der nationalen Sozialversicherungssysteme.

Seit dem 1. Juni 2002 ist das Abkommen für die Angehörigen der "alten" EU-Mitgliedsstaaten (EU-15) als auch der EFTA-Staaten in Kraft. Infolge der EU-Erweiterung am 1. Mai 2004 wurde das Abkommen durch ein Protokoll ergänzt, welches die schrittweise Einführung der Personenfreizügigkeit mit den zehn neuen EU-Staaten regelt (EU-8; für Zypern und Malta galten von Beginn an die gleichen Regelungen wie für die "alten" 15 EU-Mitgliedstaaten, deshalb bilden sie die Gruppe der EU-17-Staaten). Am 8. Februar 2009 wurde die Weiterführung des FZA und das Protokoll II zur Ausdehnung des Freizügigkeitsabkommens auf Rumänien und Bulgarien (EU-2) vom Schweizer Volk gutgeheissen.

Initiative "Gegen Masseinwanderung"

Mit dem Ja zur Initiative "Gegen Masseinwanderung" haben Volk und Stände am 9. Februar 2014 den Bundesrat beauftragt, innert dreier Jahre ein neues System zur Regelung der Zuwanderung einzuführen. Das Freizügigkeitsabkommen ist in dieser Frist neu zu verhandeln und dem neuen schweizerischen Zuwanderungssystem anzupassen. Parallel dazu klärt der Bundesrat mit der Europäischen Union das Vorgehen bei den bereits laufenden und angestrebten bilateralen Verhandlungen.

Weitere Infos

Informationen der Schweizerischen Eidgenossenschaft zur Umsetzung der neuen Verfassungsbestimmungen zur Zuwanderung
Bilaterale Verträge Schweiz-EU
Eidgenössische Volksinitiative "Gegen Masseneinwanderung"
Informationspräsentation Grenzgänger am Oberrhein
Arbeitsmarktmonitoring Oberrhein

Weitere Unterlagen

Archiv Mitteilungen
Arbeitsmarkt Oberrhein und Auswirkungen der Annahme der Volksinitiative "Gegen Masseneinwanderung" (PDF)
Bilaterale Verträge CH-EU und Auswirkungen der Annahme der Volksinitiative "Gegen Masseneinwanderung" (PDF)

Kooperation und Austausch

Politische Gremien der Dreiländer-Kooperation und auch die Regio Basiliensis, setzen sich seit langem dafür ein, das grosse wirtschaftliche Potential der Oberrheinregion gemeinsam und grenzüberschreitend zu nutzen. Ziel ist, das Zusammenwachsen der Teilregionen zu beschleunigen und den grenzüberschreitenden Alltag für Unternehmen und Bürger am Oberrhein zu erleichtern.

Arbeitsgruppe "Wirtschaftspolitik" der Oberrheinkonferenz

Besondere thematische Schwerpunkte setzt die Arbeitsgruppe "Wirtschaftspolitik" der ORK mit ihren Expertenausschüssen in den Bereichen Grenzgänger, Vermeidung von Wettbewerbshemmnissen, Berufsbildung, Tourismus, Wirtschaftsförderung, Statistik und Chancengleichheit.

Industrie- und Handelskammern

Ausserdem treffen sich regelmässig die badischen Industrie- und Handelskammern (IHK's Karlsruhe, Südlicher Oberrhein und Hochrhein-Bodensee), die elsässischen Chambres de Commerce et d'Industrie und die Schweizer Handelskammern (Handelskammer beider Basel, Aargauische Industrie- und Handelskammer), zum Austausch von Informationen und zur Beratung von Sachthemen.

Säule Wirtschaft der TMO

Die Säule Wirtschaft der Trinationalen Metropolregion Oberrhein (TMO) vereint Vertreter der Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern und Wirtschaftsverbände, aber auch Großunternehmen, Gewerkschaftsvertreter und die Arbeitsverwaltungen der drei Länder. Ziel ist u.a. die Bildung grenzüberschreitender Cluster und die Entwicklung eines Standortmarketings sowie eine Stärkung der Partnerschaft zwischen den Instanzen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.
www.rmtmo.eu/de/wirtschaft.html

EURES-T Oberrhein

Im Bereich grenzüberschreitender Arbeitsmarkt ist insbesondere EURES-T Oberrhein aktiv. Es handelt sich um ein deutsch-französisch-schweizerisches Kooperationsnetzwerk, das den Abbau von Mobilitätshindernissen sowie die Verbesserung des grenzüberschreitenden Arbeitsmarktes am Oberrhein zum Ziel hat. Im Rahmen von EURES-T Oberrhein arbeiten arbeitsmarktrelevante Akteure wie öffentliche Arbeitsverwaltungen, Arbeitgeberverbände, Gewerkschaften und Gebietskörperschaften aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz zusammen. Die Zielgruppe sind Arbeitssuchende, Grenzgänger und Arbeitgeber.
http://www.eures-t-oberrhein.eu/

Dreiländerkongresse

Weitere Impulse für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bereich der Wirtschaft sind durch die Dreiländerkongresse "Wirtschaft" im Jahr 1992 in Karlsruhe, "Handwerk und Gewerbe" im Jahr 1997 in Basel sowie "Bildung, Forschung und Innovation" im Jahr 2010 in Basel erfolgt.

Exemplarische Kooperationsprojekte im Bereich Wirtschaft

Folgende Projekte zeigen beispielhaft, welche Netzwerke und thematische Kooperationen bereits bestehen. Sie haben das Ziel, den grenzüberschreitenden Alltag für Unternehmen und Arbeitnehmer am Oberrhein zu erleichtern

BioValley

BioValley ist ein trinationales Netzwerk von Unternehmen, Forschungsinstituten und Universitäten im Bereich der Life Sciences. Es dient der Vernetzung der Akteure und dem gegenseitigen Austausch von Kompetenzen und Know-how, um die wirtschaftliche Stärke des Oberrheins in diesem Bereich weiter auszubauen. Ausserdem stärkt es die Positionierung dieses Wirtschaftszweigs nach aussen.
www.biovalley.com

Kompetenz- und Forschungszentrum Clustermanagement

Das Europäische Kompetenz- und Forschungszentrum Clustermanagement (EKFC) befasst sich mit aktuellen Fragen der Cluster- und Netzwerkforschung. An dem grenzüberschreitenden Projekt beteiligen sich Forschende aus drei Hochschulen sowie Fachleute aus dem gesamten Oberrheingebiet.
www.research-clustermanagement.org/de/

Standortpromotion

Die Wirtschaftsförderungen am Oberrhein arbeiten unter dem Titel "Upperrhine.com" zusammen, um gemeinsam für den Wirtschaftsstandort zu werben. Mithilfe einer Webseite und Flyern wird auf die Vorzüge der Region und ihre Stärken aufmerksam gemacht.
www.upperrhine.com

Informations- und Kommunikationstechnologien

Unter dem Namen "IT2Rhine" baut der Oberrhein seine Führungsposition in der IT-Branche weiter aus und die bestehenden grenzüberschreitenden IT-Clusteraktivitäten werden zusätzlich gefördert. Im Januar 2009 wurde das gemeinsame Projekt von 15 Institutionen und IT-Netzwerken aller drei Nationen gestartet – sie vertreten über 2'000 Unternehmen der IT-Branche am Oberrhein.
www.it2rhine.com

Statistikbroschüre

Die Broschüre "Oberrhein – Zahlen und Fakten" enthält Informationen zur Bevölkerung, zur Wirtschaft und zum Arbeitsmarkt am Oberrhein. Sie wird jedes zweite Jahr mit aktualisierten Zahlen und Daten von den statistischen Ämtern herausgegeben.
www.oberrheinkonferenz.org/de/wirtschaft/zahlenundfakten.html

Trinationales Arbeitsmarktmonitoring

Die interaktive Kartensammlung des Netzwerks EURES-T Oberrhein hilft, dem transnationalen Arbeitsmarkt Oberrhein ein Gesicht zu geben und ihn fassbar zu machen. Es können beispielsweise Karten mit Informationen zu Arbeitslosen-, Bevölkerungs- oder Beschäftigungszahlen generiert werden.
www.eures-t-oberrhein.eu/de/arbeitsmarktmonitoring.html

Publikation Regio Perspektiven

Die Publikation der BAK Basel Economics AG bietet Wirtschafts-Analysen und -Prognosen für die trinationale Metropolregion am Oberrhein.
www.regioperspektiven.org

Unterstützung für Start-ups

Starthilfe für die Gründung eines eigenen Unternehmens von der Idee bis zur Umsetzung bietet der Businessparc Reinach an. Die Erst- und Businessplanberatung ist kostenlos und wird über einen Leistungsauftrag der Kantone Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn finanziert:  www.businessparc.ch/de/

 

team

Dr. Jacqueline Plum
Regio Basiliensis
jacqueline.plum@regbas.ch