Medienmitteilungen IKRB

2. Dezember 2010, Basel

Medienmitteilung IKRB: 12. Dreiländerkongress

 Der 12. Dreiländerkongress hat am 2. Dezember 2010 zum Thema „Bildung, Forschung und Innovation“ in Basel stattgefunden. 650 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung und hochrangige Politiker – darunter Kurt Beck, Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz – führten die bisherige Facharbeit zusammen und diskutierten über das Potenzial und die Möglichkeiten der grenzüberschreitenden Wissensregion Oberrhein. Der 12. Dreiländerkongress wurde durch die REGIO BASILIENSIS im Auftrag der Kantone der Nordwestschweiz ausgerichtet.

Die Oberrheinregion weist ein sehr hohes Potenzial in den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation auf. Sie zeichnet sich durch eine einzigartige Vielfalt bei höchster Qualität aus und zählt mit ihren 170'000 Studierenden, 20'000 Forschern, 167 Forschungseinrichtungen, vielen innovativen Unternehmen und zahlreichen Beschäftigten in verschiedenen wissenschaftlichen Bereichen zu den leistungsstärksten Regionen Europas. Auch die grenzüberschreitende Vernetzung in den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation leistet einen wichtigen Beitrag dazu. Es existieren bereits heute rund 120 grenzüberschreitende Projekte und Massnahmen wie zum Beispiel zahlreiche bi- oder trinationale Studiengänge, grenzüberschreitende Cluster oder thematische Kooperationen im Bereich der Lehre und Forschung. Bildung ist eine Grundvoraussetzung für die Schaffung einer innovationsbasierten Gesellschaft. Mit dem 12. Dreiländerkongress erfolgte eine Bestandesaufnahme zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation am Oberrhein und eine Definition des zukünftigen Handlungsbedarfs.

An der Veranstaltung im Kongresszentrum der Messe Basel wurden die Ergebnisse der Vorbereitungsarbeiten der neun Arbeitsgruppen präsentiert und eine Vielzahl von Projektideen erörtert. Insbesondere Gegenstand der Diskussionen waren die Lancierung einer Wissenschaftsoffensive, aber auch eine verstärkte Zusammenarbeit in den Bereichen Berufsbildung, Weiterbildung, Dialog Schule-Wirtschaft, Mobilität der Lehrenden und Studierenden, interkulturelle Kommunikation sowie Strategien zur Gewinnung von Fachkräften und Talenten.

Die Träger des Trinationalen Metropolregion Oberrhein verabschiedeten eine gemeinsame Willenserklärung, in der sie sich insbesondere zur Verbesserung der grenzüberschreitenden Rahmenbedingungen ausgesprochen haben und mit der sie Handlungsempfehlungen und mögliche Projekte für die weitere Zusammenarbeit skizzierten.

Hintergrundinformation Dreiländerkongresse
Dreiländerkongresse finden seit 1988 alle zwei Jahre zu Schwerpunktthemen statt. Sie stellen eine Ergänzung zur regionalstaatlichen Kooperation der deutsch-französisch-schweizerischen Oberrheinkonferenz (ORK) dar. Sie sind ein gemeinsames Projekt der Bundesländer Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg, der Region Elsass, der Départements Haut-Rhin und Bas-Rhin, des Französischen Staates sowie der fünf Nordwestschweizer Kantone. Die Veranstalter des 12. Dreiländerkongresses sind turnusgemäss die Schweizer Partner der Oberrheinkooperation, das heisst die Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Aargau, Jura und Solothurn. Die Kongressorganisation und das Sekretariat liegen in der Verantwortung der REGIO BASILIENSIS (IKRB).

Hintergrundinformation Trinationale Metropolregion Oberrhein
Anlässlich des 11. Dreiländerkongresses im Januar 2008 in Strasbourg mit dem Thema „Der Oberrhein – Ein Modell für Entwicklung und Zusammenarbeit“ wurden die Grundlagen zur Schaffung einer Metropolregion gelegt. Ziel ist eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und privaten Partnern, Kompetenz- und Ressourcenzentren, Unternehmen, Wirtschaftsmotoren sowie den Bürgern und Bürgerinnen des Oberrheins, um Folgendes zu ermöglichen:
Die Verwirklichung innovativer Projekte mit hohem Mehrwert auf den Gebieten von Forschung und Entwicklung, Industrie, Umwelt, Kultur und Touristik, die geeignet sind, dem Oberrhein Identität, Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität auf europäischer und internationaler Ebene zu verleihen. Den wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und territorialen Zusammenhalt des Oberrheins zu verstärken und das Gebiet zu einem Modellraum für ausgewogene und nachhaltige Entwicklung zu gestalten.

Dr. Eric Jakob, Geschäftsführer, REGIO BASILIENSIS
Dr. Manuel Friesecke, stellv. Geschäftsführer, REGIO BASILIENSIS
Freie Strasse 84, CH-4010 Basel Fon +41 61 915 15 15
E-Mail:
manuel.friesecke@regbas.ch

Diverse Downloads sowie Bildergalerie:
www.congress2010.ch


Gemeinsame Erklärung / Déclaration Commune:
http://www.regbas.ch/files/downloads/Gemeinsame_Erklaerung_12_DLK_D___F.pdf

Pressespiegel: http://www.regbas.ch/files/Alsace_BaZ_BZ_BadZtg_DNA_15_11_bis_04_12_2010_12_Dreilaenderkongress_Offensive_fuer_Wissensregion.pdf

Die Medienmitteilung in D und F als PDF:

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