Interreg A Oberrhein

An den Grenzen Deutschlands, Frankreichs und der Schweiz vereint der Oberrhein vier Regionen - Südpfalz, Baden, Elsass und Nordwestschweiz - , die historisch, kulturell und wirtschaftlich einen bedeutenden Platz in Europa einnehmen. Mit 6 Mio. Einwohnern, zahlreichen kulturellen und touristischen Anziehungspunkten sowie einer Wirtschaftskraft von über 210 Mrd. Euro verfügt der Oberrhein in verschiedener Hinsicht über ein grosses und wertvolles Potenzial.

Um diese Vorteile noch besser nutzen und den Oberrhein als Modellregion in Europa entwickeln zu können, soll die langjährige und erfolgreiche grenzüberschreitende Zusammenarbeit weiter vertieft werden. Das von 2014-2020 währende Programm Interreg VA Oberrhein leistet einen wesentlichen Beitrag dazu.

Im sogenannten "Operationellen Programm", das die Grundlage für die Programmumsetzung darstellt, haben die deutschen, französischen und schweizerischen Programmpartner folgende vier Prioritätenachsen und 12 spezifische Ziele festgelegt:

A. Wettbewerbsfähige grenzüberschreitende Wissens- und Innovationsregion ("intelligentes Wachstum“)
     1. Erweiterung der grenzüberschreitenden Forschungskapazitäten für Forschung und Innovation (FuI) - Spitzenleistungen am Oberrhein
     2. Verstärkte Beteiligung von Unternehmen an grenzüberschreitenden FuI-Vorhaben mit Forschungs- und Hochschuleinrichtungen
     3. Steigerung der durch grenzüberschreitende Konsortien aus dem Oberrheinraum entwickelten Anwendungen und Innovationen
 
B. Umweltverträgliche Entwicklung von Raum, Wirtschaft und Mobilität auf grenzüberschreitender Ebene ("nachhaltiges Wachstum“)
     4. Verbesserung des Artenschutzes auf grenzüberschreitender Ebene am Oberrhein
     5. Verbesserung der Qualität der Ökosystemdienstleistungen am Oberrhein
     6. Verringerung der Umweltbelastungen im Rahmen der Wirtschafts- und Siedlungsentwicklung am Oberrhein
     7. Begrenzung des Anstiegs des grenzüberschreitenden, motorisierten Verkehrs durch die Entwicklung von belastungsärmeren Verkehrsträgern im Oberrheinraum
 
C. Grenzüberschreitende Beschäftigung ("integratives Wachstum“)
     8. Ausweitung der grenzüberschreitenden Entwicklungs- und Absatzmöglichkeiten für KMU am Oberrhein
     9. Steigerung des Arbeitsplatzangebotes durch die Entwicklung strategisch relevanter Wirtschaftssektoren am Oberrhein
     10. Zunahme der grenzüberschreitenden Beschäftigung am Oberrhein
 
D. Grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Verwaltungen und Bürgern ("territorialer Zusammenhalt“)
     11. Verbesserung des grenzüberschreitenden Leistungsangebots von Verwaltungen und Institutionen
     12. Steigerung der Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit dem Oberrhein als grenzüberschreitender Region
 
Dabei wird insbesondere auf den grenzüberschreitenden Mehrwert und den innovativen Charakter der geförderten Kooperationsprojekte Wert gelegt. Neu zu den vorherigen Programmperioden ist zudem, dass die Projekte nicht mehr primär auf ihren Ertrag, sondern auf ihre Wirkung und ihren Nutzen hin bewertet werden.
 
Mit einem Finanzvolumen von insgesamt 109,7 Mio. Euro an Fördermitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung EFRE - 63% mehr als in der Förderperiode zuvor - stellt das Programm Interreg V Oberrhein nicht nur ein wichtiges Finanzierungsinstrument für alle grenzüberschreitenden Projekte dar, sondern leistet auch einen messbaren Beitrag zur Weiterentwicklung und Positionierung der Region Oberrhein in Europa.
 
 

Kurzformular

Das Ausfüllen und die Übermittlung des Kurzformulars (an das Interreg-Sekretariat und die Regio Basiliensis) dient den Antragstellern bei der Entwicklung und Darstellung ihrer Projektidee im Hinblick auf die neuen Anforderungen des Programms und gibt der Programmbehörde einen Überblick auf die Projekte in Vorbereitung. Das Kurzformular ist jedoch noch keine formelle Beantragung von Fördermitteln. Die Inhalte können dann im Fall eines späteren Vollantrags genutzt werden. Eine Frist für die Einreichung des Kurzformulars besteht nicht; eine frühe Kontaktnahme mit dem Interreg-Sekretariat und der IKRB ist bzgl. Planung sinnvoll.

Für die Erstellung des Kurzformulars sind neben dem Operationellen Programm (Teil des entsprechenden spezfischen Ziels) Programmhandbuch hilfreich.

Zu Erläuterungen beim Ausfüllen des Formulars steht das zweisprachige Interreg-Sekretariat (+33 388 15 69 20 / info.interreg@grandest.fr) oder die Interkantonale Koordinationsstelle bei der Regio Basiliensis (+41 61 915 15 15 / info@regbas.ch) zur Verfügung.

Leitfaden für Schweizer Projektinteressierte und -antragsteller

Da für Schweizer Projektpartner puncto Finanzierung andere Bestimmungen gelten wie für die deutschen und französischen Partner, hat die IKRB als regionale Interreg-Koordinationsstelle einen Leitfaden für potenzielle Projektpartner aus der Schweiz erstellt. Darin sind die für die Schweiz gültigen Modalitäten und Kritieren zur Auswahl und Förderbarkeit von Vorhaben erklärt. 

Programmsekretariat 

Gemeinsames Sekretariat Interreg VA Oberrhein
Région Grand Est
1, Place Adrien Zeller
BP 91006
F-67070 STRASBOURG
Tel. +33 (0)388 15 69 20
Mail: info.interreg@grandest.fr
Webseite: www.interreg-oberrhein.eu

Schweizer Kontaktstelle

Regio Basiliensis
St. Jakobs-Strasse 25
Postfach
4010 Basel
Tel. 061 915 15 15
Mail: andreas.doppler@regbas.ch
Webseite: www.regbas.ch

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Andreas Doppler,
Leiter Förderprogramme
andreas.doppler@regbas.ch