Grenzüberschreitende NRP

Seit 2008 erfolgt die Schweizer Beteiligung an Interreg im Rahmen der Neuen Regionalpolitik (NRP). Die NRP hat die Stärkung von Unternehmertum, Wertschöpfung, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit in den Berggebieten, im ländlichen Raum und in den Grenzregionen zum Ziel, um so einen Beitrag zur Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen in den geförderten Gebieten zu leisten und die räumlichen Disparitäten abzubauen. Für die Umsetzung der NRP sind die Kantone verantwortlich.

Die Interreg-Projekte werden in der Schweiz auf Grundlage von regionalspezifischen NRP-Zielen beurteilt und entsprechend finanziert. Dies bedeutet, dass eine Bundes- bzw. eine kantonale Förderung nur dann zugesprochen werden kann, wenn die Projekte zum einen die Rahmenbedingungen des entsprechenden Interreg-Programms erfüllen und gleichzeitig auf die regionalpolitischen Ziele des Bundes bzw. der Kantone hinsteuern. Für die Nordwestschweiz wurden im Rahmen einer mit dem Eidgenössischen Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) abgeschlossenen Vereinbarung folgende fünf, auf den Vorgaben der Programmstrategie von Interreg V Oberrhein und der NRP basierenden Förderziele definiert:

  1. Stärkung der Innovationsfähigkeit mittels Wissens- und Technologietransfer;
  2. Förderung der nachhaltigen wirtschaftlichen Nutzung der Ressourcen, insbesondere in den Bereichen Tourismus und Cleantech (Umwelt- und Energietechnologien);
  3. Verbesserung der Erreichbarkeit durch multimodale Verkehrsplanung;
  4. Stärkung des Fachkräfteangebots;
  5. Sicherstellung der für die regionale Wettbewerbsfähigkeit erforderlichen institutionellen Zusammenarbeit.
Dafür stellt die Eidgenossenschaft im Rahmen des Oberrheinprogramms bis 2020 9.2 Mio. Franken zur Verfügung. Mit Interreg und der Neuen Regionalpolitik werden somit auch weiterhin die Wettbewerbsfähigkeit der Grenzregion am Oberrhein gestärkt. NRP-Mittel werden nur an Projekte vergeben, welche zu einem dieser Ziele beisteuern und somit zur Steigerung der regionalen Wertschöpfung beitragen. Die Kantone haben weiterhin die Möglichkeit, sich ausserhalb der NRP an Interreg zu beteiligen. In diesem Fall können auch Kooperationsprojekte, die nicht zu den NRP-Zielen beitragen, in den Genuss einer kantonalen Förderhilfe kommen. Die fünf beteiligten Kantone stellen für die Projektfinanzierung Finanzmittel von voraussichtlich 11.35 Mio. Franken zur Verfügung.
 

Weitere Informationen
Interreg
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Projektdatenbank

Aufgaben der Interkantonalen Koordiantionsstelle bei der Regio Basiliensis (IKRB)

Die Koordinationsstelle bei der Regio Basiliensis (IKRB) fungiert im Auftrag der Nordwestschweizer Kantone als regionale Koordinationsstelle für Interreg und die NRP. Damit ist eine Vielzahl von Aufgaben verbunden:

  • Information und Beratung der (Schweizer) Projektverantwortlichen;
  • Abwicklung und Koordination des Operationellen Programms Interreg V Oberrhein für die Nordwestschweiz;
  • Projektbegleitung;
  • Vertretung der Nordwestschweizer Kantone gegenüber den französischen und deutschen Partnern des Programms Interreg A Oberrhein;
  • Einsitznahme in den Gremien des Programms Interreg A Oberrhein und im Ausschuss der Fachstellenkonferenz NRP;
  • Teilnahme am Netzwerk der schweizerischen nationalen und regionalen Interreg-Koordinationsstellen;
  • Prüfung der Anträge auf Bundesförderung;
  • Koordination der kantonalen Förderung;
  • Verwaltung der Bundesgelder;
  • Berichterstattung gegenüber den Nordwestschweizer Kantonen und dem Bund;
  • Öffentlichkeitsarbeit.


Leitfaden für Schweizer Projektinteressierte und -antragsteller

Da für Schweizer Projektpartner puncto Finanzierung andere Bestimmungen gelten wie für die deutschen und französischen Partner, hat die IKRB als regionale Interreg-Koordinationsstelle einen Leitfaden für potenzielle Projektpartner aus der Schweiz erstellt. Darin sind die für die Schweiz gültigen Modalitäten und Kritieren zur Auswahl und Förderbarkeit von Vorhaben erklärt. 


Schweizer Kontaktstelle

Regio Basiliensis
St. Jakobs-Strasse 25
Postfach
4010 Basel
Tel. 061 915 15 15
Fax 061 915 15 00
andreas.doppler@regbas.ch
www.regbas.ch


Andreas Doppler,
Leiter Förderprogramme