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Raumentwicklung

Mit einer Bevölkerung von rund 6 Millionen Einwohnern, einer Fläche von über 21.000 km2 und einer ausgeprägten polyzentrischen Regionalstruktur ist eine abgestimmte Raumentwicklung für die Entwicklung der oberrheinischen Region von besonderer Bedeutung. Diese verfolgt eine Politik des territorialen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts und der internationalen Wettbewerbsfähigkeit, die auf einer nachhaltigen Entwicklung basiert.
 
Vor diesem Hintergrund haben sich die Fachleute der räumlichen Planung in der Arbeitsgruppe „Raumordnung“ der Oberrheinkonferenz zusammengeschlossen. Die unterschiedlichen Planungsphilosophien und –instrumente der jeweiligen Länder und Regionen werden hier besprochen und abgestimmt. Eine entscheidende Etappe auf diesem Weg stellte die Unterzeichnung der „Raumordnungschart Oberrhein 21“ im Jahre 1999 dar, in welcher sich die Vertreter der Staaten und Gebietskörperschaften erstmals formell auf eine gemeinsame, grenzüberschreitende Raumordnungspolitik  für das Oberrheingebiet verpflichteten.
 
Dank der Interdisziplinarität der Raumentwicklung war die Arbeitsgruppe stets in der Lage, einen wichtigen Beitrag für die zukünftige Entwicklung und Positionierung des Oberrheins in Europa zu leisten. So lancierte die Arbeitsgruppe 2000 das „Geographische Informationssystem Oberrhein (GISOR)“, welches eine digitale Geo-Datenbank als Grundlage für die gemeinsame Raumentwicklung darstellt.
 
Darauf aufbauend, hat die Arbeitsgruppe 2008 das Referenzdokument „Kantons- bzw. Regionalplanung im Oberrheingebiet“ entwickelt, welches einen aktuellen Überblick über Planungsinhalte und -kalender der jeweiligen Teilregionen gibt.
 
Die zukünftig geplanten Austausche in der Arbeitsgruppe „Raumentwicklung“ sollen insbesondere dazu beitragen, die Informations- und Anhörungsverfahren sowie die frühzeitige Abstimmung von räumlicher Planung zu verbessern.  
 
Auch auf lokaler Ebene, und insb. in der trinationalen Agglomeration Basel, pflegt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bereich der Raumentwicklung eine lange Tradition. Mit der „Entwicklungsstrategie 2020“ verfügt der Trinationale Eurodistrict Basel beispielweise über ein für die Entwicklung der trinationalen Agglomeration sehr wichtiges Arbeitsinstrument.
 
Mit dem Projekt „Internationale Bauausstellung Basel 2020“ leistet der Trinationale Eurodistrict Basel sozusagen Pionierarbeit. Das renommierte Instrument für Stadt- und Landschaftplanung aus Deutschland wird zum ersten Mal grenzüberschreitend angewandt. Dabei sollen modellhafte Lösungen für die künftige Entwicklung dieses trinationalen Wirtschafts- und Lebensraumes erarbeitet werden


Exemplarische Projekte:

Geographisches Informationssystem für das Gebiet des Oberrheins (GISOR)
www.sigrs-gisor.org
 
Internationale Bauausstellung Basel 2020
www.iba-basel.net
 
Grundlagendokumente
 
Broschüre „Kantons- bzw. Regionalplanung im Oberrheingebiet“ (laufend aktualisiert)
www.oberrheinkonferenz.org/de/themen-und-projekte/raumordnung/
 
Analyse “Die Bevölkerung am Oberrhein zwischen 1999 und 2006“ (2010)
www.oberrheinkonferenz.org/de/themen-und-projekte/raumordnung/
 
Leitfaden "Grenzüberschreitende Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung bei umweltrelevanten Vorhaben am Oberrhein" (2010)
www.oberrheinkonferenz.de/media/documents/114-Leitfaden.pdf
 
Studie „Das Oberrheingebiet als europäische Metropolregion“ als Startpunkt für die Schaffung der Trinationalen Metropolregion Oberrhein (2006)
www.oberrheinkonferenz.org/de/themen-und-projekte/raumordnung/projekte/
 
Strategiepapier „Ein Zukunft zu Dritt: Entwicklungsstrategie 2020“ (Band 1: „Die Grundlagen“; Band 2: „Die Entwicklungsstrategie“; Band *: „Die TAB-Projekte“)
www.eurodistrictbasel.eu/index.php?id=45&L=1

Kontakt Dr. Eric Jakob
REGIO BASILIENSIS
eric.jakob@regbas.ch