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Das Belchendreieck
An der Peripherie der RegioTriRhena erheben sich drei Berge, die alle den gleichen Namen tragen: Belchen; einer liegt im Westen in den Vogesen (auf franz. ?Ballon d?Alsace"), einer im Osten im Schwarzwald und einer im Süden im Jura. Zum Frühlings- und Herbstanfang geht die Sonne, vom westlichen Belchen aus gesehen, direkt über dem östlichen auf; umgekehrt geht die Sonne, vom östlichen aus gesehen, genau hinter dem westlichen unter. Im Winter, am Tag der Sonnenwende, spielt sich das gleiche zwischen dem westlichen und dem südlichen Belchen ab.

Der östliche und der südliche Gipfel liegen mit geringer Abweichung in der Nord-Südachse, so dass das Belchendreieck annähernd rechtwinklig ist.
Dass dies alles nicht einfach Zufall ist, zeigt die Bedeutung des Wortes "Belchen" sowie die geometrische Anordnung der Berge. Die vom indoeuropäischen "bhel" hergeleitete Wurzel mit der Bedeutung "glänzend, schimmernd, hell" liegt auch dem Namen des keltischen Sonnengottes "Belenus" zu Grunde. In der mathematisch-harmonischen Anordnung des Belchendreiecks und dessen geometrischen Beziehungen zu weiteren gleichnamigen Bergen in den Vogesen (Petit und Grand Ballon de Servance, Ballon St. Antoine u.a.) kommt die topographische Verankerung einer Ordnung in Raum und Zeit zum Ausdruck.
Entsprechend den Sonnenbergen gibt es auch Mondberge, unter anderem die drei im Schwarzwald und im Jura gelegenen Blauen, die als Merkpunkte für die Mondstände dienten.

Zwischen diesen markanten Gipfeln zeichnet sich ein Netz von Visierlinien ab, das zu verschiedenen Siedlungen und Kultstätten in Beziehung zu stehen scheint. Die spätkeltische Siedlung ?Basel-Gasfabrik" liegt genau im Schnittpunkt zweier Linien, die den Jurabelchen mit dem Petit Ballon einerseits und den Jurablauen mit dem Badischen Blauen andererseits verbinden.