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Förderprogramme
EURES und EURES-T Oberrhein

EURES und EURES-T

EURES (EURopean Employment Services) stellt das Kooperationsnetz der Arbeitsverwaltungen der Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) dar. Seit dem Inkrafttreten des Freizügigkeitsabkommens zwischen der Schweiz und der Europäischen Union im Jahre 2002 ist auch die Schweiz Mitglied des Netzwerkes. EURES besteht einerseits aus den EURES-Mitgliedern, d.h. der Europäischen Kommission und den öffentlichen Arbeitsverwaltungen, und andererseits aus den EURES-Partnern, d.h. den Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretungen.

Zweck von EURES ist die Integration der Arbeitsmärkte sowie die Förderung der beruflichen Mobilität in Europa. Das Netzwerk erbringt folgende Dienstleistungen:
  • Information, Orientierung und Beratung für mobilitätswillige Arbeitskräfte über Arbeitsmöglichkeiten sowie Lebens- und Arbeitsbedingungen in Europa;
  • Unterstützung von Arbeitgebern bei der Rekrutierung von Arbeitskräften aus anderen Ländern;
  • Beobachtung, Bewertung und Abbau von Mobilitätshindernissen;
  • Spezielle Beratung und Hilfestellung für Arbeitnehmer und -geber in grenzüberschreitenden Regionen.
In den Grenzregionen wurden spezielle Strukturen geschaffen, um über die üblichen EURES-Aufgaben hinaus den besonderen Bedürfnissen dieser Räume, in denen starke grenzüberschreitende Ströme von Arbeitskräften stattfinden, Rechnung zu tragen: EURES-Transfrontalier (EURES-T). Die Aufgaben der EURES-T-Partnerschaften umfassen:
  • Bereitstellung und Austausch von Informationen sowie Beratung über Stellenangebote und -gesuche für eine bessere grenzüberschreitende Vermittlung;
  • Bereitstellung und Austausch von Informationen sowie Beratung über die Lebens- und Arbeitsbedingungen im grenzüberschreitenden Raum;
  • Erarbeitung von Projekten zur Verbesserung des Arbeitsmarktes in der Grenzregion.
EURES-T Oberrhein

EURES-T Oberrhein wurde im Jahre 1999 als deutsch-französische Partnerschaft gegründet. Die Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft und Aargau waren von Anfang an als Beobachter am Netzwerk beteiligt. Am 1. April 2004 haben die fünf Nordwestschweizer Kantone die Vollmitgliedschaft erlangt, seitdem deckt EURES-T Oberrhein das Mandatsgebiet der deutsch-französisch-schweizerischen Oberrheinkonferenz.

Die Partnerorganisationen haben in der Rahmenvereinbarung 2010-13 folgende gemeinsame Ziele festgelegt:
  • Bereitstellung und Austausch von Informationen und Beratung über Stellenangebote und Stellengesuche sowie Lebens- und Arbeitsbedingungen und von sonstigen einschlägigen Informationen zur Herstellung von Transparenz auf dem Arbeitsmarkt in der Grenzregion (mit dem Ziel, Menschen und Arbeit schneller zusammenzubringen);
  • Verstärkung des Informationsflusses durch direkte und regelmässige Kontakte zwischen den EURES-Beratern in der Region sowie Vernetzung mit weiteren relevanten Akteuren am Oberrhein,
  • Erarbeitung von Projekten zur Verbesserung des Arbeitsmarktes in der Grenzregion;
  • Beitrag zur Erarbeitung zukunftsfähiger Berufe, Kompetenzen und Innovationen auf dem Arbeitsmarkt.
Die EURES-Berater sind die eigentliche treibende Kraft von EURES-T Oberrhein. Sie sind ausgebildete Fachkräfte, die Arbeitsuchende, Arbeitnehmer und Arbeitgeber bei grenzüberschreitenden Fragen informieren und beraten. Die EURES-Berater geben Auskünfte über:
  • Arbeitsmarkt,
  • Lebens- und Arbeitbedingungen;
  • Sozialversicherungen;
  • Steuerrecht.
Die Aktivitäten von EURES-T Oberrhein werden von der Europäischen Kommission sowie vom Staatssekretariat für Wirtschaft finanziert.

Partnerorganisationen

EURES-Mitglieder (nationale Arbeitsverwaltungen)
  • Bundesagentur für Arbeit (BA),
  • Pôle Emploi.
Regionale Arbeitsverwaltungen
  • Pôle Emploi Alsace,
  • Regionaldirektion Baden-Württemberg der BA,
  • Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der BA,
  • Arbeitsverwaltungen der Kantone Basel-Stadt, Basel-Land, Aargau, Solothurn und Jura.
Arbeitnehmervertretungen
  • Interregionaler Gewerkschaftsrat Euregio (IGR Euregio),
  • Interregionaler Gewerkschaftsrat Dreiländereck (IGR Dreiländereck).
Arbeitgeberorganisationen
  • Mouvement des Entreprises de France (MEDEF) Alsace,
  • Landesvereinigung Baden-Württembergischer Arbeitgeberverbände (LVA Baden-Württemberg),
  • Landesvereinigung Rheinland-Pfälzischer Unternehmerverbände (LVU Rheinland-Pfalz),
  • Arbeitgeberverband Basel.
Gebietskörperschaften
  • Französischer Staat,
  • Région Alsace,
  • Département du Bas-Rhin.
  • Département du Haut-Rhin,
  • Land Baden-Württemberg (Regierungspräsidium Freiburg und Regierungspräsidium Karlsruhe),
  • Land Rheinland-Pfalz,
  • Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Aargau, Solothurn und Jura.
Koordinationsbüro

EURES-T Oberrhein
Bundesagentur für Arbeit
Regionaldirektion Baden-Württemberg
Hölderlin Strasse 36
D-70174 Stuttgart
Tel. +49 (0)711 941 1271
Fax +49 (0)711 941 1701627
laura.maillard@arbeitsagentur.de
www.eures-t-oberrhein.eu

Dokumente siehe Rubrik "Downloads"

Aufgabe der REGIO BASILIENSIS (IKRB)

Die REGIO BASILIENSIS vertritt in den Gremien von EURES-T Oberrhein die Interessen der fünf Nordwestschweizer Kantone und beschliesst zusammen mit den deutschen, französischen und weiteren Schweizer Partnern über Aktivitäten und die konkrete Durchführung von EURES-T Oberrhein. Sie ist Ansprechpartnerin für das Koordinationsbüro und übt somit eine Vermittlungsfunktion für die übrigen Schweizer Partner aus.